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Apple stellt Mac OS X Mavericks vor

Apple hat am Montag eine neue Version seines Betriebssystems für Mac-Computer vorgestellt. Die Variante OS X 10.9 mit der Bezeichnung "Mavericks" bekommt neue Funktionen und Technologien für längere Batterielaufzeiten.

10.06.2013, 20:14 Uhr (Quelle: DPA)
Apple© Apple

Apple hat am Montag eine neue Version seines Betriebssystems für Mac-Computer vorgestellt. Die Variante OS X 10.9 mit der Bezeichnung "Mavericks" bekommt rund 200 neue Funktionen und Technologien für längere Batterielaufzeiten, wie der zuständige Manager Craig Federighi am Montag bei der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco ankündigte. Apple hatte bisher alle Varianten nach Wildkatzen benannt - doch inzwischen seien die passenden Tiernamen ausgegangen, sagte Federighi. Zu "Sea Lion" habe man sich am Ende nicht durchringen können, erklärte er mit einem Augenzwinkern.

OS X Mavericks ab Herbst für Endkunden

OS X Mavericks wird unter anderem Tagging und Multiple Display unterstützen. Mit der Tag-Funktion ist es möglich, Dokumenten spezielle Kennzeichnungen zu geben und über den Finder schnell wiederzufinden. Mit Multiplay Display ist es möglich, Programme auf verschiedenen Displays auszuführen. Ebenfalls neu: Notifications, die am rechten oberen Bildschirmrand auftauchen, können direkt beantwortet werden. Darüber hinaus werden verpasste Nachrichten auf dem Lockscreen gespeichert und App-Updates automatisch heruntergeladen auch wenn der Mac im Stand-by-Modus "schläft".

Ferner wird Apple mit Mac OS X Mavericks die Verfügbarkeit von iBooks auf Mac-Rechnern einführen. Stand heute können 1,8 Millionen digitale Bücher abgerufen werden. Praktisch auch: auf einem Mac berechnete Routen können direkt auf das iPhone-Display geschickt und dort verwendet werden. Darüber hinaus wird der Safari-Browser ein Update erhalten, der den Browser nicht nur schneller machen, sondern auch ressourrcenschoneneder arbeiten lassen soll.

Eine Technologie mit dem Namen AppNap sorgt dafür, dass Programme die gerade nicht zu sehen sind - zum Beispiel weil sie von anderen Fenstern verdeckt werden - keinen Strom verbrauchen. Außerdem bekommt OS X einen eingebauten Passwort-Tresor, mit dem Kennwörter nicht jedes Mal neu eingetragen werden müssen. Sie können auch über mehrere Geräte synchronisiert werden - ein Schlag ins Kontor der Anbieter spezialisierter Apps. Eine Preview von Mac OS X Mavericks für Entwickler soll schon heute zur Verfügung stehen, Endkunden werden die zehnte Version des Betriebssystems ab Herbst dieses Jahres nutzen können. Zu Preisen machte Apple noch keine Angaben.

1 Millionen Apple-Store-Besuche pro Tag

Weltweit sind derzeit insgesamt 72 Millionen Mac-Computer im Einsatz, doppelt so viele wie vor fünf Jahren, gab Konzernchef Tim Cook bekannt. Er überschüttete die Zuhörer zum Start der Präsentation wie gewohnt mit aktueller Statistik. So kämen in die 407 Läden des Konzerns eine Million Besucher täglich. Cook stellte ausführlich den vor kurzem eröffneten ersten Apple Store in Berlin vor, samt Video vom ersten Tag.

Der App-Bestand bei Apple ist inzwischen auf 900.000 angewachsen, davon würden 90 Prozent jeden Monat heruntergeladen. Die Zahl der Kunden mit Apple-Konten überschritt 575 Millionen. An Software-Entwickler seien inzwischen 10 Milliarden Dollar ausgezahlt worden, sagte Cook. Das sei mehr als drei Mal mehr als auf allen anderen Plattformen zusammen, betonte er mit einem Seitenhieb auf das führende Google-Betriebssystem Android.

Spielzeugautos auf Basis von iOS

Auf Google und Android zielte auch eine für Apple eher ungewöhnliche Demonstration intelligenter Spielzeugautos, die ebenfalls mit iOS laufen. Das Start-up Anki nutzte die Bühne, um die Spielzeuge vorzustellen, die ihre Umgebung analysieren und sich sogar gegenseitig abschießen können. Das ist ein Signal, dass Apple bei zukünftigen Computer-Technologien Google nicht das Feld überlassen werde.

(Hayo Lücke)

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