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Apple setzt Verkauf in Russland aus

Weil der Rubel unberechenbar fällt, setzt Apple den Online-Verkauf in Russland aus. Betroffen sind iPhones, iPads, MacBooks und weitere Produkte. Laut Bloomberg soll der Verkauf weitergehen, wenn die Preise neu festgesetzt wurden.

17.12.2014, 12:30 Uhr
Apple© Apple

Weil der Rubel unberechenbar fällt, setzt Apple den Online-Verkauf in Russland aus. Betroffen sind iPhones, iPads, MacBooks und weitere Produkte. Laut Bloomberg soll der Verkauf weitergehen, wenn die Preise neu festgesetzt wurden.

Sparkonten leerräumen

Seit Anfang des Jahres hat der Rubel über 60 Prozent seines Wertes gegenüber Dollar und Euro verloren. Gerade bei den starken Schwankungen aktuell sind Preise für Produkte aus anderen Währungszonen nur schwer zu kalkulieren. Apple hat deshalb im November schon seine Produkte um teilweise über 20 Prozent verteuert.

Die russische Bevölkerung befindet sich dennoch im Kaufrausch, denn der Wertverlust des Rubels frisst ihre Ersparnisse auf. Deshalb sind vor allem werthaltige und langlebige Produkte interessant: zum Beispiel Elektronik und Möbel. Auch vor dem IKEA-Shop stehen lange Schlangen.

Nur noch in Euro oder Dollar bezahlen?

Wenn ausländische Unternehmen ihre Rubel-Preise nicht schnell genug anpassen, gehen viele ihrer Waren als Schnäppchen weg. Der russische Apple-Store hat daher sogar Käufer aus dem Ausland angezogen.

Eine neuerliche Preiskorrektur wird das Problem für Apple allerdings nicht lösen. Es wird spekuliert, ob das Unternehmen deshalb seine Waren nur noch in einer stabilen Fremdwährung anbieten wird. Die russischen Käufer würde diese Maßnahme jedoch vor den Kopf stoßen.

Wie die Händler vor Ort auf den Verkaufsstopp durch Apple reagieren, ist noch nicht bekannt. Apple selbst betreibt keine eigenen Apple Stores in Russland. Das Land gilt als wichtiger Wachstumsmarkt für das Unternehmen.

(Peter Giesecke)

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