Security

Apple: Patch für iOS-Sicherheitslücken kommt

Apple hat in einer Stellungnahme angekündigt, bereits einen Patch für die kürzlich entdeckten schweren Schwachstellen im Betriebssystem iOS auf iPhone, iPad und iPod touch entwickelt zu haben. Wann das Update ausgeliefert wird, bleibt aber unklar.

05.08.2010, 19:01 Uhr
Apple© Apple

Auch die neuesten Sicherheitslücken in iPhone, iPad und iPod touch werden dem Apple-Hype mit ziemlicher Sicherheit kein Ende bereiten können, kratzen jedoch am Image des perfektionistischen Technologie-Pioniers. So wurde das von seinen Fans abgöttisch verehrte Unternehmen erst am Mittwoch in den zweifelhaften Kreis der Hersteller aufgenommen, deren Produkte bereits einmal mit einer offiziellen Warnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bedacht wurden. Laut einem Bericht des US-Magazins CNET hat Apple nun zwar einen Patch für die schwerwiegenden Software-Lecks angekündigt; wann das Update ausgeliefert wird, teilte der Konzern hingegen nicht mit.

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Über zwei Schwachstellen des Apple-Betriebssystem iOS ist es bösartigen Angreifern derzeit allein durch den Besuch einer präparierten Website oder durch Öffnen eines PDF-Dokuments möglich, unbeschränkten Zugriff auf das gesamte System zu erhalten. Die Lücken wurde nach der Veröffentlichung einer neuen Version der sogenannten Jailbreak-App bekannt, mit der sich bestimmte Beschränkungen des Apple-OS aufheben lassen. Erstmals boten die Entwickler ihre Modifikation als direkten Online-Service an. Ein Aufruf der Website genügte dabei, um den Jailbreak zu initiieren.

Das Ausmaß der Sicherheitslücken ist unangenehm für Apple, dessen Marketingabteilung stets gern die Sicherheit der eigenen Produkte unterstreicht. In einem ersten Statement bemühte sich das Unternehmen um Schadensbegrenzung und kündigte Abhilfe an. "Wir sind uns des Problems bewusst und haben bereits eine Lösung entwickelt, die betroffenen Kunden in einem kommenden Software-Update zur Verfügung gestellt wird", sagte eine Apple-Sprecherin laut CNET am Mittwoch. Mehr wurde nicht verraten. Unbeantwortet wie unverständlich bleibt daher, wieso ein angeblich vorhandener Patch nicht unverzüglich ausgeliefert wird. Alternativ wäre zumindest ein konkreter Veröffentlichungstermin hilfreich gewesen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Nutzer nicht mehr allzu lang auf Antworten aus Cupertino warten müssen.

(Christian Wolf)

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