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Apple: Neue Firmenzentrale wird teurer - Kosten von fast 5 Milliarden US-Dollar

Das neue Apple-Hauptquartier wird laut "Bloomberg Businessweek" nicht nur später als geplant fertig, sondern auch teurer als das neue World Trade Center in New York. Die neue Zentrale soll Platz für 12.000 Mitarbeiter bieten.

05.04.2013, 16:31 Uhr
Apple© Apple

Der 2011 verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs hatte eine Vision: Die geplante neue Apple-Firmenzentrale "Campus 2" im kalifornischen Cuptertino sollte das weltweit beste Bürogebäude werden. Doch bereits im vergangenen November deutete sich an, dass sich die Fertigstellung der neuen Apple-Zentrale verzögert. Ursprünglich hatte der iPhone- und iPad-Hersteller einen Einzug in das neue, riesige Gebäude, das Jobs wegen seines äußeren Designs mit einem Raumschiff verglich, für 2015 anvisiert. Ende Februar gab Apple-Chef Tim Cook im Rahmen der jährlichen Hauptversammlung bekannt, dass sich der Einzugstermin auf 2016 verschieben wird. Doch laut einem Bericht von "Bloomberg Businessweek" ist das nicht das einzige Problem: Die Kosten für die neue Firmenzentrale sollen explodiert sein.

Apple-Zentrale teurer als neues World Trade Center

Ursprünglich hat der US-Konzern für den Bau des neuen, futuristischen Hauptquartiers Kosten von weniger als 3 Milliarden US-Dollar eingeplant, nach Angaben von mit dem Projekt betreuten Personen sollen die Gesamtkosten aber auf knapp 5 Milliarden US-Dollar ansteigen. Damit wäre das Apple-Hauptquartier weitaus teurer als der Komplex des neuen World Trade Center in New York, der mit 3,9 Milliarden US-Dollar zu Buche schlägt.

Dennoch kann der iPhone-Hersteller auch Kosten von 5 Milliarden US-Dollar locker stemmen. Die Bargeldreserven von Apple liegen bei rund 137 Milliarden US-Dollar und hatten jüngst bereits Begehrlichkeiten bei Aktionären geweckt, die höhere Dividenden gefordert hatten.

Nach Fertigstellung soll das ringförmige, vierstöckige Apple-Zentralgebäude auf einer Fläche von rund 260.000 Quadratmetern Arbeitsplätze für mehr als 12.000 Mitarbeiter des US-Konzerns bieten. Selbst nach dem Einzug in das neue Hauptquartier werden aber 2.800 Apple-Mitarbeiter weiter in der bisherigen Konzernzentrale arbeiten.

Abrissarbeiten starten im Juni

Der Großteil der Zugangsstraßen und Parkplätze für den neuen Komplex wird unterirdisch angelegt, auch ein Auditorium für rund 1.000 Personen soll dort Platz finden. Zusätzlich sind zahlreiche Cafeterien, ein Fitness-Center und Forschungslabors geplant. Apple will das Gelände um die Firmenzentrale zudem mit rund 6.000 Bäumen begrünen. Außerdem wird "Campus 2" mit rund 6 Kilometern Glasfläche ausgestattet, das gebogene Glas wird von dem deutschen Unternehmen Seele in Deutschland hergestellt und per Schiff über den Atlantik transportiert.

Der Abriss der derzeit noch auf dem Gelände stehenden 26 Gebäude soll im Juni beginnen. Die Menge des zu entsorgenden Abraums sei enorm: Lastwagen-Konvois müssten die Baustelle sechs Monate lang rund um die Uhr anfahren. Apple wollte den Bericht von "Bloomberg Businessweek" nicht kommentieren.

(Jörg Schamberg)

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