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Apple macht unglaubliche 6 Milliarden Dollar Gewinn

Mit einem Netto-Gewinn von 5,99 Milliarden Euro hat Apple das erste Jahresquartal abgeschlossen. Allein vom iPhone verkaufte Apple 18,7 Millionen Stück.

21.04.2011, 00:01 Uhr (Quelle: DPA)
Apple© Apple

Apple ist einfach nicht zu stoppen: Die Kunden reißen dem Elektronikkonzern seine Produkte förmlich aus den Händen, und so verdiente das Unternehmen im abgelaufenen Quartal unterm Strich 5,99 Milliarden Dollar. Das ist doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Weitere Neuheiten angekündigt

"Wir laufen auf Volldampf", sagte Firmengründer und Chef Steve Jobs am Mittwoch in einer Mitteilung und deutete weitere Neuheiten im weiteren Jahresverlauf an. Beobachter rechnen für den Sommer mit einer neuen Version des iPhones. In seinem zweiten Geschäftsquartal, das im März endete, brachte Apple 18,7 Millionen Stück des Kulthandys unters Volk - ein Plus von 113 Prozent. Damit ist und bleibt das iPhone der Wachstumstreiber. "Wir hatten Rekordverkäufe beim iPhone", sagte Finanzchef Peter Oppenheimer in der Telefonkonferenz.

Weniger iPads verkauft als erwartet

Der Umsatz im Gesamtkonzern stieg um 83 Prozent auf 24,67 Milliarden Dollar. Der Nicht-US-Anteil am Umsatz betrug in diesem Quartal 59 Prozent. Mit diesen Zahlen übertraf Apple die Erwartungen der Analysten bei weitem. Die Aktie stieg nachbörslich um 4 Prozent. Selbst die mit 4,7 Millionen Stück geringer als erwartet ausgefallenen Verkäufe des Tablet-Computers iPad konnten die gute Laune nicht trüben. Die Produktion hatte sich zuletzt als Nadelöhr erwiesen. "Wir haben jedes iPad 2 verkauft, das wir fertigen konnten", sagte Oppenheimer. Beim Verkaufsstart im März hatten sich vor den Geschäften lange Schlangen gebildet; auf das Einstiegsmodell müssen Kunden im deutschen Webshop auch heute noch zwei bis drei Wochen warten. Die Zahl der verkauften Macintosh-Rechner kletterte im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 3,8 Millionen, im Gegensatz dazu sank die Zahl der verkauften iPods um 17 Prozent auf 9,02 Millionen. Viele Menschen hören ihre Musik mittlerweile lieber auf ihrem neuen Smartphone.

Die Sorgen einiger Experten, das Erbeben in Japan könnte die Produktion lähmen, erwiesen sich als unbegründet. "Unsere Lieferkette steht", sagt der fürs Tagesgeschäft verantwortliche Manager Tim Cook in einer Telefonkonferenz. Er rechnet auch für die nahe Zukunft nur mit minimalen Auswirkungen der Katastrophe aufs Geschäft. "Unsere Zulieferer in Japan haben eine Widerstandsfähigkeit an den Tag gelegt, wie ich sie noch nicht gesehen habe."

Zum Gesundheitszustand von Firmenchef Jobs schwieg sich der Konzern wie gewohnt aus. Der 56-Jährige nimmt eine krankheitsbedingte Auszeit vom Tagesgeschäft, ist aber noch in die großen Entscheidungen eingebunden. Jobs kämpft seit Jahren mit schweren Krankheiten. 2004 hatte er wegen Krebs behandelt werden müssen; 2009 bekam er eine neue Leber.

(Hayo Lücke)

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