Für iMac und Mac Pro

Apple: M1-Nachfolger sollen 2021 High-End-Leistung bieten

Bis zu 32 Kerne sollen Apples eigene Chips im nächsten Jahr bieten und statt Intel-Prozessoren in iMacs und Mac Pros künftig stecken. Damit soll die Umstellung auf Apple Silicon weiter vorangetrieben werden.

Christoph Liedtke, 07.12.2020, 15:32 Uhr
Apple MacBook Pro 13" M1M1 war erst der Anfang: Schon im nächsten Jahr sollen deutlich schnellere Varianten erscheinen.© Apple Inc.

Erst im November hat Apple seinen ersten eigenen Desktop-Chip M1 vorgestellt, dieser steckt in neuen Modellen des MacBook Air, MacBook Pro und dem kleinen Rechner Mac mini. Dass der Konzern nicht untätig ist, berichtet nun Bloomberg, Apple arbeite an deutlich leistungsstärkeren M1-Nachfolgern mit bis zu 32 Kernen sowie einer beschleunigten Grafikeinheit.

Apple M1 war erst der Anfang

Der aktuelle M1-Chip besitzt insgesamt acht Kerne, davon sind jeweils vier auf eine hohe Effizienz beziehungsweise auf eine hohe Leistung getrimmt. Die neuen mit diesem Chip ausgestatteten Macs bieten Testberichten zufolge eine hohe Leistung gepaart mit einer langen Laufzeit. Aufgrund der im Vergleich zu den bisherigen Intel-Prozessoren niedrigeren Leistungsaufnahme arbeiten die M1-Macs auch unter Last sehr leise oder wie beim MacBook Air gar geräuschlos.

Apple möchte sich innerhalb von zwei Jahren vollständig von Intel trennen und nur noch auf eigene Chips vertrauen. Der M1 erfüllt diese Aufgabe für die eher genügsamen Macs eindrucksvoll. Doch damit ist die Arbeit noch nicht getan, es werden deutlich leistungsstärkere Varianten des M1 benötigt, um etwa den iMac Pro oder den Mac Pro vollständig auf Apple Silicon umzustellen.

Erst MacBook Pro und iMac, dann soll der Mac Pro folgen

Daran werde fleißig gearbeitet, so der für üblich gut informierte Mark Gurman von Bloomberg. Bereits im nächsten Jahr sollen mehrere neue Chips in unterschiedlichen Leistungsklassen erscheinen und könnten dabei die bisherigen Intel-Chips in puncto Performance klar übertreffen.

So könnte Apple zwischen Frühjahr und Herbst 2021 aktualisierte Versionen des MacBook Pro sowie Einsteiger- als auch High-End-iMacs vorstellen. Im Inneren soll ein M1-Nachfolger mit bis zu 16 leistungsfähigen und vier effizienten Kernen sitzen. Zum Winter 2021 oder im Jahr darauf könnte eine neue Version der High-End-Workstation Mac Pro mit bis zu 32 sogenannten "Power Cores" erscheinen.

Grafikeinheit wird weiterentwickelt

Auch an der integrierten Grafikeinheit will Apple ehrgeizigere Ziele verfolgen. Aktuell bietet der M1-Chip bis zu acht Grafikkerne, künftig könnten 16 oder 32 Kerne Einzug halten. Möglich wären auch 64 oder gar 128 dedizierte Grafikkerne.

Aktuell bietet Apple neben M1-Macs auch noch mit Intel-Prozessoren bestückte Modelle an, da diese vor allem im High-End-Bereich und in Desktop-Rechnern wie dem Mac Pro eine höhere Leistung liefern, mehr als 16 GB Arbeitsspeicher unterstützen und schnelles 10-Gbits-Ethernet bieten. Insbesondere professionelle Anwender kann Apple mit dem M1-Chip aktuell noch nicht vollständig glücklich stimmen.

Weiterführende Links
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang