Rückzahlung

Apple: Irland will Steuermilliarden zurück

Irland will nun doch die Steuermilliarden von Apple einsammeln. Der Konzern aus Cupertino müsste mehr als 13 Milliarden Euro zurückzahlen.

Marcel Petritz, 05.12.2017, 11:20 Uhr (Quelle: DPA)
Apple© Apple

Brüssel - Im Streit um Steuervorteile für multinationale Konzerne will Irland nach langem Zögern ausstehende Steuermilliarden des iPhone-Herstellers Apple einfordern. Das Land wolle seinen Verpflichtungen beim Einsammeln der Gelder nachkommen, sagte Finanzminister Paschal Donohoe am Montag in Brüssel.

13 Milliarden Euro plus Zinsen

Die EU-Kommission hatte in der Sache zuletzt juristische Schritte gegen Irland vor dem Europäischen Gerichtshof eingeleitet. Grund war die seit mehr als einem Jahr andauernde Weigerung des Landes, von dem US-Technologiekonzern bis zu 13 Milliarden Euro plus Zinsen zurückzufordern.

Unzulässige Steuervergünstigungen

Einer Entscheidung der EU-Wettbewerbshüter vom vergangenen Jahr zufolge profitierte Apple in Irland jahrelang von unzulässigen Steuervergünstigungen. Nach den EU-Beihilfevorschriften sind gezielte Steuervorteile für einzelne Unternehmen aber unzulässig. Irland und Apple bestreiten die Vorwürfe und wehren sich gegen die Entscheidung.

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