One more thing

Apple-Event im November: MacBooks mit A14-Chip erwartet

Unter dem berühmten Motto "One more thing" lädt Apple am 10. November 2020 zu einer neuen Keynote ein. Der Konzern dürfte dort die ersten ARM-basierten MacBooks enthüllen und das Ende der Intel-Partnerschaft einläuten.

Christoph Liedtke, 03.11.2020, 12:20 Uhr
Apple MacBook Pro 16 ZollApple will künftig die Partnerschaft mit Intel beenden und auf eigene ARM-basierte Prozessoren und Grafikchips wechseln.© Apple Inc.

Nach Keynotes im September mit neuen iPads und im Oktober mit dem iPhone 12 samt 5G will Apple nun auch im November ein Online-Event abhalten. Der Konzern lädt dazu am 10. November 2020 um 19 Uhr deutscher Zeit zu einem Live-Stream unter dem Motto "One more thing" ein. Diesen Begriff verwendete Steve Jobs häufig am Ende von Präsentation, um etwas Überraschendes zu enthüllen.

MacBook Air und Pro sollen den Anfang machen

Für dieses Event wird erwartet, dass Apple die ersten Macs mit eigenem Prozessor (Codename: Apple Silicon) vorstellt. Bereits im Sommer zur Entwicklerkonferenz WWDC hatte Apple das Ende von Intel-CPUs in seinen Notebooks und Desktop-Computern angekündigt und versprochen, noch in diesem Jahr erste Produkte mit ARM-Chips vorzustellen, wie sie beispielsweise in iPhones und iPads stecken.

Einem Bericht von Bloomberg zufolge soll Apple den ARM-Umstieg nicht wie ursprünglich vermutet mit einer überarbeiteten Version des 12-Zoll-MacBooks beginnen, sondern mit dem MacBook Air und dem MacBook Pro mit 13- und 16-Zoll-Display gleich mehrere und leistungsstärkere Produkte enthüllen.

Apple will ebenfalls in allen drei Produkten eigene Grafikchips verbauen, das dürfte insbesondere beim größeren MacBook Pro interessant werden, das statt auf Intel-Grafikeinheiten auf schnelle AMD-Grafikchips setzt. Es ist noch unklar, ob Apple auch in Verbindung mit dem neuen macOS Big Sur eine solche 3D-Leistungsfähigkeit erreichen kann.

A14 als Basis

Die Basis für die erste Generation der ARM-basierten MacBooks soll indes das A14 Bionic System-on-a-Chip aus dem iPhone 12 und iPhone 12 Pro bilden. Denkbar sind dabei höhere Taktraten und weitere Kerne. Ob Apple die MacBooks wie aktuell auch mit unterschiedlichen Prozessoren und Speicherausstattungen anbieten will, ist noch nicht geklärt.

Auf ein gänzlich neues Design sollen die Geräte vorerst jedoch nicht setzen. Die Optik soll sich kaum von den bisherigen MacBooks unterscheiden. Ein Design-Refresh wird für das kommende Jahr erwartet, dann dürfte Apple auch bei der Displaytechnik von IPS auf Mini-LED wechseln und die Displayränder des kleineren MacBook Pro verringern.

Apple läutet mit dem Umstieg auf ARM-Chips für Notebooks und Desktop-Computer das Ende der seit 2005 bestehenden Partnerschaft mit Intel ein. Laut eigenen Angaben will der Konzern bis Ende 2022 MacBooks, iMacs, den Mac mini sowie den leistungsstarken Mac Pro auf die neue Plattform umgestellt haben.

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