Fehlerhaftes Update

Apple Big Sur: Neues macOS-Update kann alte MacBooks kaputt machen

Das Update auf macOS 11 kann Berichten zufolge ältere MacBooks unbrauchbar machen. Apple arbeitet bereits an einer Lösung, Besitzer solcher Macs sollten das Update auf Big Sur vorerst nicht durchführen.

Christoph Liedtke, 16.11.2020, 12:35 Uhr
Apple Big Sur macOS 11Das Update auf Big Sur endet auf älteren Macs häufig mit einem Blackscreen, der das Gerät unbrauchbar macht.© Apple Inc.

Das in der letzten Woche von Apple veröffentlichte neue Desktop-Betriebssystem macOS 11 alias Big Sur kann laut vielen Nutzerberichten auf unterschiedlichen Plattformen zufolge ältere MacBooks vollständig funktionell lahmlegen, kurzum: kaputt machen.

Betroffen sind MacBook Pros aus 2013 und 2014

Apple hatte Big Sur am 12. November 2020 zum Download freigegeben. Das neue Betriebssystem setzt auf eine an vielen Stellen deutlich veränderte Optik und unterstützt etliche ältere Macs, wie etwa im Jahr 2013 veröffentlichte MacBook Pro-Modelle. Nutzer, die ihre in die Jahre gekommenen Geräte mit der neuen Software bestücken wollten, erlebten dabei teilweise eine softwareseitigen Super-GAU.

Insbesondere Nutzer jener älteren MacBook Pro-Serien aus den Jahrgängen 2013 ("Late 2013") und 2014 ("Mid 2014)" scheitern MacRumors zufolge an der Installation von Big Sur und berichten, dass ihre Geräte während der Aktualisierung einen schwarzen Bildschirm ausgeben, von dem es anscheinend kein Entrinnen mehr gibt.

Apple arbeitet an einer Lösung

Bislang sollen alle Versuche fehlschlagen, die MacBooks mithilfe gängiger Mittel (Safe-Modus, Wiederherstellung, NVRAM- und SMC-Reset) wiederzubeleben. Wieso die alten MacBooks während des Installationsprozesses von Big Sur "gebrickt" werden, ist aktuell noch unklar. Apple hat sich dem Problem bereits angenommen und arbeitet an einer Lösung.

Betroffenen Nutzern rät Apple den Support zu kontaktieren und die Geräte einzuschicken oder bei einem Apple Store oder autorisierten Service-Partner vorbeizubringen. Ob sich die Geräte retten lassen, ist jedoch ungewiss. Die älteren MacBook Pro-Modelle von 2013 und 2014 gelten bei Apple als sogenannte Vintage-Produkte, die nicht mehr verkauft werden, für die aber weiterhin Hardware-Service angeboten wird. Ein Entgelt für den Service des aktuellen Problems mit Big Sur dürfe hierfür nicht anfallen.

Derzeit lässt sich nur eine Empfehlung für Besitzer älterer MacBooks aussprechen, die noch nicht aktualisiert haben: abwarten. Dies gilt unserer Meinung nach generell für sämtliche Geräte und anstehende Software-Aktualisierungen. Es ist nie ausgeschlossen, dass sich in größere Releases mitunter schwerwiegende Fehler eingeschlichen haben. Diese werden meist innerhalb weniger Tage und Wochen durch Patches eliminiert. Deshalb ist es ratsam wenigstens einige Tage Neuigkeiten rund um die neue Software zu verfolgen und gängige Foren zu sichten.

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