Plan der Bundesregierung

App soll Nebenwirkungen einer Corona-Impfung erfassen

Wird zukünftig ein Corona-Impfstoff verfügbar sein, so soll es eine App geben, in der Geimpfte mögliche Nebenwirkungen der Impfung an die Behörden melden können.

Jörg Schamberg, 13.11.2020, 16:35 Uhr (Quelle: DPA)
Coronavirus Mundschutz Die Corona-Pandemie zwingt weiter zum Tragen eines Mundnasenschutzes. Wie gut eine mögliche Corona-Impfung verträglich ist, soll eine App zeigen.© Robert Kneschke/ Adobe Stock

Die Bundesregierung plant, Nebenwirkungen eines möglichen Impfstoffs gegen Covid-19 mithilfe einer App zu erfassen. Die App werde Teil der vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlichten Nationalen Impfstrategie sein, erklärte eine Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen und bestätigte damit einen Bericht des "Tagesspiegel". Weitere Angaben könne sie derzeit nicht machen. Das PEI ist als Bundesbehörde unter anderem für die Zulassung von Impfstoffen und deren Sicherheit zuständig.

Mögliche Symptome per App in Echtzeit an Behörden melden

Nach Informationen des "Tagesspiegels" handelt es sich dabei um eine Anwendung, in deren Rahmen bereits geimpfte Personen in Echtzeit mögliche Symptome an die zuständigen Behörden übermitteln können. "Die Anwendung soll uns dabei helfen, mögliche Probleme in einer Langzeitanalyse zentral zu erfassen und auszuwerten", sagte Reinhold Schmidt, Leiter des wissenschaftlichen Beirats des PEI, der Zeitung.

App soll weitere Daten zur Verträglichkeit eines Impfstoffes sammeln

Experten erwarten Anfang kommenden Jahres die vorläufige Zulassung eines ersten Impfstoffs gegen das Coronavirus in Europa und den USA, nachdem das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer von einem hohen Wirkungsgrad des von ihnen gemeinsam entwickelten Impfstoffes berichtet hatten. Mit der App sollen weitere Daten gewonnen werden, um festzustellen, wie verträglich der Impfstoff wirklich ist, wie lange seine Wirksamkeit anhält und ob es Langzeit-Nebenwirkungen gibt.

Die mit der App erhobenen Daten könnten dann in einem zweiten Schritt einer finalen Bewertung des PEI und der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugrunde gelegt werden, die darüber entscheidet, ob ein Präparat eine generelle Zulassung erhält, erklärte Schmidt weiter.

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