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App der Woche: Zinio - Zeitschriften aus aller Welt auf dem Tablet und Smartphone

Mit der Zinio-App lassen sich verschiedenste Magazine aus der ganzen Welt kaufen und auf Tablets, Smartphones und auch am Desktop lesen. Da regelmäßig Gutscheincodes verteilt werden, ist das Lesevergnügen außerdem immer mal wieder günstiger oder sogar gratis.

23.10.2013, 18:11 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Auf einem Tablet PC lesen - das macht vor allem dann Spaß, wenn es sich nicht um Bücher, sondern um poppig bunte Zeitschriften mit hübschen Hochglanzfotos handelt, die auf HD- oder Full-HD-Tablets erst so richtig zur Geltung kommen. Werden verschiedene Magazine gelesen, dann ist eine Art Kiosk-App als zentrale Sammelstelle praktischer als ein Einzelabruf, schließlich versammeln sich sicher schon mehr als genug Symbole auf den Homescreens der Touch-Geräte. Eine App, die eine Vielzahl von Magazinen bereithält und außerdem regelmäßig Rabatte spendiert, ist Zinio.

Mehr als 5.500 Zeitschriften im Angebot

Zinio sitzt nach eigenen Angaben auf mehr als 5.500 Zeitschriften aus aller Welt. Entsprechend vielfältig präsentiert sich das Angebot: Nachrichtenmagazine, Modezeitschriften, Technik, Autos, Reise, Kunst und Sport sind beispielsweise vertreten. So lassen sich britische Kochzeitschriften ebenso aufs Tablet, Smartphone oder den Desktop holen wie spanische Radsporthefte.

Die Titel können wahlweise als Einzelausgabe oder gleich im Jahresabo gekauft werden, Letzteres ist in der Regel mit einem Preisnachlass verbunden. Einmal gekauft, können Zeitschriften dann über die Zinio-Apps auf mehreren Geräten parallel gelesen werden, außerdem werden sie in ihrem Bestand synchronisiert. Gesetzte Lesezeichen sind allerdings leider nur dort verfügbar, wo sie gesetzt wurden, Zinio gleicht diese also nicht ab. Wer ohne Internetverbindung schmökern möchte, der kann seine Zeitschriften vorab herunterladen und später offline lesen. Auf Wunsch ist auch ein Auto-Download möglich, so dass das gesamte Magazinpaket immer aktuell gehalten wird. Dabei lässt sich ferner das Herunterladen via Mobilfunk ausklammern, um das Datenkontingent nicht unnötig zu belasten.

Über Apps und am Rechner nutzbar

Die Apps an sich sind in einen Einkaufsbereich, eine optisch ansprechend gestaltete Stöberecke mit kostenlosen Leseproben und einen Reader unterteilt. Auf Tablets werden dort die Titel als Zeitschriftenstapel und auf den kleineren Handy-Displays in Listenform angezeigt. Innerhalb eines Magazins kann man beliebig blättern und mit den gewohnten Gesten Inhalte heranzoomen. Ein Inhaltsverzeichnis und eine zügig scrollbare Leiste, die die gesamte Zeitschrift in Form von Thumbnails abbildet, helfen beim schnelleren Zugriff auf die gesuchte Seite. Um lange Artikel im E-Book-Look ohne Ablenkung lesen zu können, gibt es eine Text-Ansicht. Aus dieser lassen sich die Meldungen auch per E-Mail verschicken. Übrigens: Am PC oder Mac über den Browser genutzt zeigt Zinio für Rechner ohne Touchscreen Bedienelemente innerhalb der Seiten an, was natürlich etwas umständlicher ist. Dafür ist das Suchen nach neuen Magazinen am Desktop effektiver, denn die Kategorien lassen sich nur dort nach Sprachen filtern.

Eine Anmeldung ist mit einer E-Mail-Adresse oder einem Facebook-Account möglich. Wer seine iOS-App mit dem sozialen Netzwerk verknüpft, sollte wissen, dass das automatische Teilen gelesener Artikel standardmäßig aktiviert ist. Sollen die Freunde nicht ständig mit Posts genervt werden: Ab in die Einstellungen und den Haken umsetzen. Zur Zahlung akzeptiert der Service nur Kreditkarten und leider kein iTunes- oder Google-Play-Guthaben.

Pro: International und viele Rabatte, Contra: keine Zeitungen und kleines deutsches Angebot

Mein Fazit: eine sehr praktische App für internationale Zeitschriften. Genau aus diesem Grund bin ich auch überhaupt auf Zinio gestoßen: Während eines USA-Aufenthalts habe ich mich mit amerikanischen Zeitschriften eingedeckt und zuhause nach einer günstigen Möglichkeit gesucht, diese weiterhin lesen zu können. Dafür ist die App gut geeignet, nicht nur, weil Abos in den USA generell günstiger als hierzulande sind. Auch wer nebenbei Sprachkenntnisse vertiefen möchte oder neugierig durch das Zeitschriftenangebot ferner Länder blättern möchte, der kann sich Zinio genauer anschauen. Wer sich nur auf den heimischen Markt konzentriert, der könnte etwas enttäuscht sein, denn das deutschsprachige Angebot ist verglichen mit dem des Konkurrenten iKiosk der Axel Springer AG deutlich kleiner und Zeitungen gehören generell nicht zum Umfang.

Nach mehr als einem Jahr Zinio-Erfahrung muss ich sagen, dass mein Zeitschriftenfundus schneller gewachsen ist, als ich dachte. Das liegt vor allem daran, dass der Dienst immer mal wieder einen Gutscheincode per E-Mail verschickt. 5 US-Dollar (etwa 3,63 Euro) waren dabei bislang das Minimum. Darüber hinaus werden oftmals Jahresabos zum reduzierten Preis oder zwei Abos zum Preis von einem angeboten. Sogar komplett kostenlose Einzelausgaben oder ganze Abonnements hat der Anbieter schon verteilt. Für den Kauf empfehle ich, die Zinio-Website und nicht die -App aufzurufen. Bei einem In-App-Kauf mit Gutschein lief nämlich einmal nicht alles glatt.

Die Zinio App für Android gibt es bei Google Play, Zinio für iOS auf dem iPhone, iPad oder iPod touch im App Store und weitere Informationen auf der Zinio-Website.

Im Rahmen unserer neuen Serie "App der Woche" stellt unsere Redaktion Woche für Woche eine neue Smartphone- oder Tablet-Applikation vor, die ihren Nutzen im Alltag bewiesen hat oder einfach nur Spaß macht.

(Saskia Brintrup)

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