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AOL und Klausner legen VoIP-Streit bei

Rund 200 Millionen US-Dollar wollte Klausner Technologies von AOL wegen verletzter Patente sehen. Jetzt zahlt AOL und darf sein VoIP weiter anbieten.

27.04.2006, 08:23 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

US-Medienberichten zufolge haben Time Warner Tochter AOL und die Patentverwalter von Klausner Technologies Inc. ihren Rechtsstreit beilegen können. Klausner hatte den Medienriesen auf Zahlungen in Höhe von 200 Millionen US-Dollar verklagt, weil das Unternehmen eigene VoIP-Patente verletzt sah. Die Klage bezog sich auf AOL Total Talk, zu dem auch AOL Voicemail, AOL Call Alert, AOL by Phone und AOL VOIP Internet Phone Service gehören. Die Verhandlung wurde am Eastern District Court in Virginia geführt.
Intelligenter Anrufbeantworter
Diese Dienste sollen das US-Patent 5,572,576 verletzen: das Patent von 1994 beschäftigt sich mit der intelligenten Organisation von Sprachnachrichten. Klausner-Gründer Judah Klausner beschrieb dort, eine Art Anrufbeantworter, der eingehende Nachrichten mit weiteren Daten des Anrufers verknüpft. Damit wäre es beispielsweise möglich, eingegangene Mitteilungen nicht nur zeitlich sortiert abzuhören, sondern auch anhand des Absenders herauszusuchen.
Lizensierung vereinbart
AOL und Klausner konnten sich nun einigen: die Time Warner Tochter wird sich die Lizenzen für die Technik besorgen, um ihre VoIP-Produkte weiterhin anbieten zu können. Über den Preis, der für diese Genehmigung erhoben wurde, ist zwischen den Unternehmen Stillschweigen vereinbart worden. Bekannt geworden ist die New Yorker Firma Klausner Technologies Inc. wegen eines anderen, weitaus älteren Patents: bereits 1978 trug der Unternehmensgründer das US-Patent "Electronic pocket directory" ein. Damit gilt Judah Klausner als Erfinder von PDA und Organizer.

(Aleksandra Leon)

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