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AOL stellt sich breiter auf

Der bisher nur als Internetprovider tätige Konzern will noch in diesem Jahr als virtueller Mobilfunknetzbetreiber starten. Außerdem sollen alle AOL-Dienste für sämtliche Internetsurfer nutzbar werden.

06.05.2006, 13:00 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Nicht nur Netcologne plant den Einstieg in den Mobilfunkmarkt, offensichtlich hat auch AOL Pläne in den Schubladen liegen, die in diese Richtung gehen. Noch in diesem Jahr plant der bisher als Internetprovider tätige Konzern, auch als virtueller Mobilfunk-Netzbetreiber für Dienste wie E-Mail oder Internettelefonie per Handy zu starten. Das berichtet das Magazin "WirtschaftsWoche" auf seiner Internetseite.
"Wir haben entschieden, in die Produktbreite zu investieren", bestätigte AOL-Deutschland-Chef Charles Fränkl gegenüber dem Magazin. Mit Mobilfunkbetreibern und der Bundesnetzagentur in Bonn verhandelt AOL bereits. Fränkl strebt einen Marktauftritt als virtueller Netzbetreiber an, der feste Kapazitäten bei einem Netzbetreiber anmietet und sie unter eigenem Namen und eigener Vorwahl weiterverkauft.
AOL für alle
AOL-Kunden sollen dadurch alle Dienste von der E-Mail bis zur Internettelefonie auch unterwegs nutzen können. "Gleichzeitig öffnet sich AOL für alle Internetnutzer", so Fränkl. Dann werden alle Dienste, die bisher nur den AOL-Zugangskunden vorbehalten waren, sukzessive auf dem Portal allen Internetnutzern angeboten. Eine offene mobile Internetplattform soll dafür sorgen, dass AOL-Kunden ihre Erlebnisse mit Freunden allerorts teilen können. Das Handy diene dann als Schaltzentrale.

(Hayo Lücke)

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