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AOL dementiert massive Stellenstreichungen

Ein Magazin vermeldet einen drastischen Stellenabbau im Hause AOL. AOL hingegen gibt sich überrascht und dementiert jegliche Zahlen, die in dem Text angegeben werden.

26.09.2007, 18:33 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

In der AOL-Deutschland-Zentrale in Hamburg hängt der Haussegen derzeit schief, wenn man der Darstellung des Fachmagazins "Werben & Verkaufen" glauben darf. Nach Angaben des Blattes scheint die Konzernmutter in den USA einen drastischen Sparplan für Europa auf Kurs gebracht zu haben. AOL dementiert.
Eine Falschmeldung?
Wie das Fachmagazin "Werben & Verkaufen" (W&V) in seiner morgigen Ausgabe berichten wird, steht AOL Deutschland vor einem großen Umbruch. Aus unternehmensnahen Kreisen will das Magazin erfahren haben, dass von den derzeit noch 170 Mitarbeitern in der Zentrale nur 70 weiterhin beschäftigt werden sollen. Dies sei auf einer Versammlung am vergangenen Freitag verkündet worden. Doch nicht nur in Deutschland solle es Entlassungen geben - auch in Frankreich, England und den USA würde AOL künftig sparen. Als Grund für die massiven Einsparungen im Europa-Geschäft nennt W&V die "forschen Renditeziele" der US-Führung.
Auf Anfrage der Redaktion von onlinekosten.de gibt sich die AOL-Pressestelle überrascht: "Wir können die Zahlen auf keinen Fall bestätigen", so ein AOL-Sprecher. Die von W&V genannte Betriebsversammlung am vergangenen Freitag habe es zwar gegeben, dort sei jedoch lediglich umrissen worden, wie die Ausrichtung von AOL Deutschland in der Zukunft aussehen solle. Auch gab es erste Gespräche mit dem Betriebsrat, so der Sprecher - da diese jedoch noch am Anfang stünden, sei man von Kündigungs- oder Beschäftigungszahlen noch weit entfernt.
Unternehmen im Umbruch
AOL Deutschland verkaufte vor ungefähr einem Jahr seine Internetkunden an die Mutter von Hansenet (Alice-DSL), Telecom Italia. Dadurch stieg Telecom Italia zum drittgrößten DSL-Anbieter Deutschlands auf. Wie jüngst ans Licht kam, lief die Portierung der ehemaligen AOL-Kunden jedoch alles andere als problemlos über die Bühne.

(Michael Müller)

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