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AOL-Beteiligung: Microsoft liegt vorn

Viele Unternehmen möchten sich an AOL beteiligen. Abgesehen haben sie es auf die populären Webseiten des Onlinediensts.

08.11.2005, 18:39 Uhr
Microsoft© Microsoft

America Online, besser als AOL bekannt und zum Time-Warner-Konzern gehörend, ist begehrt. Schon seit längerem wird über eine mögliche Beteiligung anderer IT-Unternehmen an AOL spekuliert (wir berichteten). Unter den Interessenten befinden sich Google, Breitbandanbieter Comcast, die News Corporation mit Medien-Mogul Rupert Murdoch an der Spitze, Yahoo! und schließlich Microsoft.
Microsoft liegt vorne
Nach einem Bericht der New York Times, die sich auf Teilnehmer der Verhandlungen beruft, hat Microsoft derzeit die Nase vorn. Ginge es nach den Redmondern, würde bei einer Beteiligung der MSN-Dienst in AOL integriert. Abgesehen haben es alle Interessenten auf die Besucher der Time Warner- und AOL-Webseiten. Diese zählen mit 119 Millionen Nutzern im September hinter Yahoo! zu den beiden meist besuchten Websites der USA.
MSN und andere Microsoft-Seiten wurden von 114 Millionen Nutzern besucht. Ein Zusammenschluß zwischen MSN und AOL würde die Unternehmen augenblicklich zur Nummer Eins in den USA machen. Dies ist besonders für den Markt für Online-Werbung interessant. Ein Knackpunkt bei den Verhandlungen zwischen Microsoft und AOL ist derzeit noch, wie und von wem einen solcher Zusammenschluß verwaltet würde. Wie die New York Times weiter berichtet, ist Time Warner trotz eines guten Gebots nicht gewillt, die Führung bei einer Vereinigung aufzugeben.
Gates will Google bändigen
Ein Zusammengehen würde auch AOLs Präsenz in anderen Märkten, wie zum Beispiel Japan oder Kanada, verbessern. Dort besitzt MSN eine deutlich bessere Marktposition. Ebenfalls wird darüber spekuliert, ob die Instant Messaging-Dienste beider Unternehmen miteinander verknüpft werden. Microsoft hatte erst kürzlich bekanntgegeben, seinen MSN Messenger mit Yahoo!s IM-Diensten zu verbinden. Wie die Zeitung weiter berichtet, sei ein Bill Gates besonders motiviert, durch die AOL-Beteiligung Google an der weiteren Expansion zu hindern.

(Christopher Bach)

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