News

Anti-Spammer vereinigt Euch

Die deutsche Internetwirtschaft und Verbraucherschützer wollen gemeinsam gegen die Versender von unerwünschten Werbe-E-Mails vorgehen.

15.03.2005, 14:11 Uhr
Internet© arquiplay77 / Fotolia.com

Die deutsche Internetwirtschaft und Verbraucherschützer wollen gemeinsam gegen die Versender von unerwünschten Werbe-E-Mails vorgehen. Auf Initiative des Bundesverbraucherministeriums schlossen sich dazu der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv), die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (WBZ) und der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) in Berlin zu einem Aktionsbündnis zusammen.
'Jetzt kriegen wir Euch'
Die Internet-Branche wird dabei künftig Spam-Mails bis zum Absender zurückverfolgen und die Anschrift den Verbraucherverbänden übermitteln. Diese werden dann mit Hilfe von Verbandsklagen die Spam-Versender und deren Auftraggeber in Deutschland juristisch belangen. Der Versand von Spam-Mails ist in Deutschland nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verboten.
Weniger ist eben mehr
Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) betonte, jede einzelne Werbe-Email, die nicht auf dem Bildschirm erscheine, sei "ein Gewinn". Nach Schätzungen des Bundesinnenministeriums ist in Deutschland inzwischen schon mehr als jede zweite E-Mail Spam. Nach einer EU-Studie beliefen sich schon 2003 die Kosten für das Herunterladen der Spam-Mails auf weltweit zwölf Milliarden Euro.

(Aleksandra Leon)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang