Spiele

"Anstoss"-Macher in Geldnot

Die traditionsreichen deutschen Spiele-Entwickler von Ascaron sind zahlungsunfähig. Jetzt wird ein Übernahmekandidat gesucht, um die Arbeiten fortzuführen. Die Konsolen-Versionen von "Sacred 2" werden in jedem Fall bald veröffentlicht.

20.04.2009, 09:29 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Die deutsche Spiele-Schmiede Ascaron hat Insolvenz angemeldet. Bereits zum zweiten mal in der Firmengeschichte, zuletzt Mitte 2001, ist das Unternehmen nicht mehr zahlungsfähig.
Krise trotz Erfolg
Mit dem Spiel "Der Patrizier" begann im Jahr 1992 die Erfolgsgeschichte von Ascaron, damals noch Ascon. Der Erfolg hielt mehrere Jahre dank Titeln wie "Anstoss" an. 2001 dann der erste große Dämpfer: Ascaron musste Insolvenz anmelden, konnte jedoch durch Gründung einer neuen Gesellschaft gerettet werden. Es folgte 2004 die Veröffentlichung von "Sacred", einem beliebten Rollenspiel, das zusammen mit Studio II entwickelt wurde und zahlreiche Preise abräumte.
Ende letzten Jahres folgte dann die PC-Fortsetzung, "Sacred 2". Eine Umsetzung für Xbox 360 und PlayStation 3 kündigte Ascaron kurz darauf an. Jetzt, kurz vor dem Release der Konsolen-Versionen voraussichtlich im Mai, ist Ascaron zahlungsunfähig. Wie das Unternehmen mitteilt, seien Verzögerungen in der vierjährigen Entwicklung des Sacred-Nachfolgers der Grund.
Übernahme geplant
Die Geschäftsleitung führt zusammen mit dem Insolvenzverwalter Gespräche mit "mehreren namhaften Interessenten", um den Entwicklungsbetrieb auch in Zukunft fortführen zu können. Wie Ascaron mitteilt, haben die Arbeiten an "Sacred 3" und einem PC-Addon für "Sacred 2" bereits begonnen.

(Michael Müller)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang