Security

Anonymous soll Passwörter von US-Kongress geknackt haben

Im Internet tauchte am Donnerstag eine Liste mit den angeblichen offiziellen E-Mail-Adressen und Passwörtern jetziger und ehemaliger Mitarbeiter des US-Kongresses auf. Veröffentlicht wurde die Liste über ein Twitter-Konto, das zur Hackergruppe Anonymous gehören soll.

19.07.2013, 13:01 Uhr (Quelle: DPA)
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Unbekannte Hacker haben eigenen Angaben zufolge die Passwörter Hunderter Kongressmitarbeiter in den USA geknackt. Im Internet tauchte am Donnerstag eine Liste mit den angeblichen offiziellen E-Mail-Adressen und Passwörtern jetziger und ehemaliger Mitarbeiter des US-Kongresses auf.

Kongress nennt Daten falsch

Veröffentlicht wurde die Liste über ein Twitter-Konto, das zur Hackergruppe Anonymous gehören soll. Die Daten seien aber durchgemischt und einige Passwörter von der Liste entfernt worden, um die Kontoinhaber zu schützen, hieß es.

Die IT-Abteilung des Kongresses reagierte kurz darauf mit einer E-Mail an die Mitarbeiter. Die veröffentlichten Daten seien falsch und viele der genannten Konten längst abgelaufen, hieß es in dem Schreiben, wie die Online-Zeitung "The Atlantic Wire" berichtete. Die Passwörter stimmten nicht mit denjenigen des Kongresses überein, sagte ein Systemadministrator dem Online-Medium.

"Wir meinen es ernst."

Mit der Aktion wollen die Hacker eigenen Aussagen zufolge die US-Regierung davor warnen, im Nachgang der NSA-Spähaffäre falsch zu handeln. @OpLastResort schreibt: "Wir meinen es ernst. Dies ist ein entscheidender Moment für Amerika, und ein Scheitern werden wir nicht akzeptieren."

Hinter dem Namen Anonymous verbirgt sich nicht eine einzelne Hackergruppe, sondern eine breit angelegte Bewegung. Ihre Mitglieder setzen sich ein für den freien Datenfluss, Redefreiheit und gegen Zensur. Unter dem Decknamen starteten Aktivisten etwa Hackerangriffe auf die Online-Auftritte amerikanischer Banken und Kreditkartenfirmen, die sich geweigert hatten, Spenden für den Wikileaks-Gründer Julian Assange weiterzuleiten.

(Peter Giesecke)

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