Security

Anonymous-Hacks im Auftrag des FBI?

Die New York Times hat Unterlagen aus dem Prozess gegen den Anonymous-Hacker Jeremy Hammond erhalten, die ein neues Licht auf die Rolle des Anonymous-Hackers Hector Xavier Monsegur werfen.

25.04.2014, 13:01 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Die New York Times hat Unterlagen aus dem Prozess gegen den Anonymous-Hacker Jeremy Hammond erhalten, die ein neues Licht auf die Rolle des Anonymous-Hackers Hector Xavier Monsegur werfen, der auch unter dem Namen Sabu bekannt ist. Er soll hinter dem Angriff auf viele ausländische Server stehen – eventuell sogar im Auftrag der US-Bundespolizei FBI.

Polnische Botschaft in Großbritannien im Visier

Monsegur soll im Juni 2011 vom FBI festgenommen worden sein und im August 2011 ein Schuldeingeständnis abgelegt haben. Bei einer Anhörung im gleichen Monat soll ein US-Staatsanwalt dem Richter gesagt haben, dass Monsegur mit der Regierung kooperiere.

Danach soll Monsegur Hammond eine Liste mit 2.000 Domains gegeben haben, bei der sich eine Sicherheitslücke in der Webhosting-Software Plesk ausgenutzen lassen solle, um direkten Zugang zu den Servern zu erhalten. Darauf sollen Angriffe auf Websites von Unternehmen und Regierungsstellen im Iran, in Syrien, Brasilien und Pakistan zurückgehen. Auch die Website der polnischen Botschaft in Großbritannien sollte gehackt werden.

Zugriff auf Daten durch das FBI?

Bei den Angriffen selbst soll sich Monsegur jedoch im Hintergrund gehalten haben. Die Informationen lud er auf einem Server unter seiner Kontrolle. Darüber erhielt wahrscheinlich auch das FBI Zugang zu den Daten. Anfang 2012 wurde Monsegur schließlich wieder vom FBI festgenommen. Sein Aufenthaltsort ist seitdem unbekannt.

(Peter Giesecke)

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