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Anonym surfen mit Torpark

Die Hackergruppe Hacktivismo hat den Browser "Torpark" in Version 1.5.0.7 veröffentlicht. "Torpark" ist ein modifizierter Firefox-Browser mit dem sich anonym Surfen lässt.

21.09.2006, 17:31 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Die Hackergruppe Hacktivismo hat eine neue modifizierte Version des Firefox-Browsers veröffentlicht, mit der sich anonym im Internet surfen lässt. Der Browser "Torpark" greift auf das Anon-Proxy-Netzwerk "The Onion Router" (TOR) zu und verschleiert die IP-Adresse des Nutzers.
Surfen über Umwege
Von jedem beliebigen Windows-Computer aus soll auf diese Weise anonymes Surfen möglich sein. Das TOR-Netzwerk besteht aus hunderten von Rechnern, die über die ganze Welt verteilt sind. Beim Start erstellt "Torpark" eine verschlüsselte Verbindung zu einem dieser Server. Im nächsten Schritt werden die Daten über weitere TOR-Proxys geleitet. Die IP-Adresse des Surfers ist für den Zielrechner so nicht mehr sichtbar.
Die Verbindung erfolgt also nicht direkt von Rechner zu Rechner, sondern wird erst über mehrere Zwischenstationen umgeleitet. Die Abfragen des "Torpark"-Nutzers werden zudem so verschlüsselt und verschickt, dass auch die einzelnen Verbindungen zwischen den Rechnern nicht mehr nachvollzogen werden können. Zwischen den jeweiligen Rechnern des TOR-Netzwerks fließt außerdem ein ständiger Datenstrom, der die wirkliche Auslastung der einzelnen Rechner verwischen soll.
Anonym, aber etwas langsamer
Der Browser lässt sich nach dem Herunterladen ohne Installation starten und auch auf einem USB-Stick einsetzen. Der einzige Nachteil ist die Geschwindigkeit: Da der Datenstrom erst über Umwege geleitet wird und weitere Strecken zurücklegen muss, dauert es mit "Torpark" länger, bis die angeforderte Internetseite aufgerufen und im Browser angezeigt wird.
"Torpark" ist Open-Source-Software und somit kostenlos im Internet erhältlich. Das Programm kann hier herunter geladen werden.

(Denise Bergfeld)

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