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Angriff auf Sky: Constantin Medien plant Live-Bundesliga für weniger als 10 Euro

Die Constantin Medien AG will sich künftig für die Pay-TV-Rechte der Fußball-Bundesliga bewerben. Der Pay-TV-Sender "Sport 1 Plus" soll Zuschauern ein Paket mit Live-Bundesliga für weniger als 10 Euro anbieten. Das erklärte Dieter Hahn, Mehrheitsaktionär von Constantin Medien, gegenüber dem "Handelsblatt".

07.07.2014, 11:46 Uhr
Sky © Sky Deutschland

Der Münchener Bezahlsender Sky hatte sich 2012 die Live-Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga für vier Jahre ab der Saison 2013/14 gesichert. Voraussichtlich ab 2016 entscheidet die Deutsche Fußball Liga (DFL) über die Vergabe der Rechte für die Jahre 2017 bis 2021. Schon jetzt wirft Dieter Hahn, Mehrheitsaktionär der Constantin Medien AG, laut "Handelsblatt" seinen Hut in den Ring. Das Unternehmen wolle sich künftig für die Pay-TV-Rechte der Bundesliga bewerben.

Live-Bundesliga zum Sparpreis

Constantin Medien habe allerdings kein Interesse an den kompletten Rechten wie Sky sie für rund 480 Millionen Euro pro Saison erhalten hatte. Stattdessen plant die Mediengruppe ein Billig-Paket, dass Kunden für weniger als 10 Euro abonnieren könnten. "Ich bin schon lange der Meinung, dass es für Live-Spiele der Fußball-Bundesliga mehrere differenzierte Angebote geben sollte", so Hahn gegenüber dem "Handelsblatt".

Derzeit müssten Zuschauer bei Sky ein umfangreiches Komplettangebot kaufen, um Live-Fußball zu empfangen. "Das ist ein hervorragend gemachtes Premiumprodukt zu einem entsprechend hohen Preis. Breite Konsumentenschichten, die sich das nicht leisten können, werden aber ausgeschlossen", erläutert Hahn.


Übertragungsrechte für Sport 1 Plus - keine Konkurrenz zu Sky?

Daher strebe Constantin Medien für seinen Pay-TV-Sender Sport 1 Plus die Übertragungsrechte für "Live-Bundesliga und zeitnahe Bundesliga-Wochenendberichterstattung". Konkurrenz für Sky will das neue mögliche Angebot aber ausdrücklich nicht sein. Hahn rechnet bei einem solchen Paket mit möglichen Kosten von 100 Millionen Euro für den Erwerb der Rechte. Constantin will dies mit einem Partner umsetzen. Denkbar seien hier Kabelnetzbetreiber, Telefonanbieter, Satellitengesellschaften oder internationale Medienununternehmen.

(Jörg Schamberg)

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