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Angetestet: Mit Flock bequem im Web 2.0 surfen

Der "Social Browser" ist fertig und steht nun in der Version 1.0 zum kostenlosen Download bereit. Unsere Redaktion hat sich mit Flock auf eine Reise durch das Web 2.0 begeben.

06.11.2007, 14:16 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Der freie Webbrowser Flock basiert auf dem Firefox von Mozilla und richtet sich vor allem an die Web 2.0-Begeisterten. So vereint das auch "Social Browser" genannte Programm populäre Mitmach-Dienste wie Facebook, Flickr, YouTube und Twitter und bietet den Nutzern die Möglichkeit, sich online mit Freunden zu vernetzen, News abzurufen oder Videos und Fotos zu tauschen. Die Redaktion von onlinekosten.de hat einen ersten Blick auf den neuen Flock 1.0 geworfen.
Direktzugriff auf YouTube und Co.
Die rund zehn Megabyte (MB) große Datei steht auf flock.com für die Betriebssysteme Windows, Mac OS X und Linux zum Download bereit. Nach einer zügigen Installation kann sich der Nutzer sofort ohne Neustart des Systems auf die Reise durch das Internet begeben. Wer möchte, kann schon vor dem ersten Start bequem die Bookmarks, Passwörter und die Chronik aus dem Firefox oder Internet Explorer importieren. Die Benutzeroberfläche von Flock wirkt modern und aufgeräumt und informiert zunächst über die verschiedenen Funktionen. Die Sidebar verzeichnet alle unterstützten Websites und bietet einen direkten Zugriff auf die entsprechenden Dienste. Dazu zählen Social Networks wie Facebook und Twitter, das bekannte Videoportal YouTube und auch Bilderdienste wie Flickr und Photobucket.
Keine Umstände, stattdessen Drag & Drop
Sobald sich der Nutzer bei einem Netzwerk einloggt, werden in der Sidebar neben dem eigentlichen Hauptfenster die Kontakte angezeigt und der Browser wird sozusagen zum Instant Messenger. Über die Medienleiste kann außerdem parallel nach Fotos oder Videos gesucht werden, ohne die jeweiligen Websites aufzurufen. Die gefundenen Clips werden dann per Vorschau-Icon angezeigt und lassen sich per Drag & Drop an Freunde senden oder auch direkt bloggen. Beim Speichern von Dateien spart der Browser ebenfalls Zeit und Mühe: Fotos, Texte oder Links können einfach mit der Maus ins "Web Clipboard", einer Online-Zwischenablage, gezogen werden, um später wieder darauf zuzugreifen.
Für eigene Fotos steht eine Upload-Funktion zur Verfügung, mit der laut Anbieter Tausende von Fotos gleichzeitig hoch geladen werden können. Praktischerweise lassen sich dort auch die Bildgröße einstellen und Titel oder Tags vergeben. Für die Blogger-Gemeinde bringt Flock ebenfalls entsprechende Funktionen mit. So kann der Nutzer über den integrierten Blog-Editor eigene Beiträge verfassen und bearbeiten und diese dann direkt bei Diensten wie Livejournal, Wordpress oder Xanga veröffentlichen.
Persönliche Startseite
Darüber hinaus lassen sich die Social Bookmarks del.icio.us und ma.gnolia.com über die Sidebar nutzen. Aktuelle Nachrichten können über den Feed-Reader abgerufen werden. Wer immer auf dem Laufenden sein möchte, ist mit Flock bestens bedient: Wenn die eigenen Kontakte neue Bilder ins Netz gestellt haben oder die Lieblingswebsite aktualisiert wurde, wird der Nutzer darüber informiert. Dies erfolgt über die Startpage "My World", die zusätzlich die zuletzt besuchten Websites und die beliebtesten RSS-Feeds verzeichnet. Da der Browser auf dem Firefox basiert, bringt er zudem die typischen Funktionen wie das Tabbed Browsing und die integrierte Schnellsuche mit. Vorab eingespeichert sind zum Beispiel Google, Yahoo, eBay und Wikipedia. Außerdem sollen die meisten Firefox-Erweiterungen in Flock integrierbar sein, auch wenn der Browser eigene Add-Ons bereithält.
Fazit: Praktischer Browser fürs Mitmach-Web
Flock 1.0 ist bislang nur in englischer Sprache verfügbar und auch die integrierten Webdienste bedienen vor allem die US-Nutzer. So sucht man nach deutschsprachigen Portalen wie zum Beispiel Myvideo oder Xing vergebens. Es bleibt also abzuwarten, ob die zu einem späteren Zeitpunkt folgende deutsche Version entsprechende Websites einbinden wird. Alles in allem hält Flock jede Menge praktischer Funktionen bereit, die das Surfen im Mitmach-Internet bequemer und effizienter gestalten. So erkennt das Programm automatisch, ob die aktuell besuchte Website beispielsweise RSS-Feeds oder eine Suchfunktion anbietet und integriert diese auf Wunsch in den Browser.

(Saskia Brintrup)

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