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Androids Quasi-Monopol: EU befragt Google-Partner

Google könnte die Dominanz von Android missbraucht haben, um andere Google-Dienste zu pushen. Diesem Verdacht gehen die EU-Wettbewerbsbehörden nun nach. Netzbetreiber und Smartphone-Entwickler in Europa haben Fragebögen erhalten, die sie bis Anfang September beantworten soll.

01.08.2014, 11:26 Uhr
Google© Google

Google könnte die Dominanz seines mobilen Betriebssystems Android auf Smartphones und Tablets missbraucht haben, um andere Google-Dienste zu pushen. Diesem Verdacht gehen die EU-Wettbewerbsbehörden nun nach. Netzbetreiber und Smartphone-Entwickler in Europa haben Fragebögen erhalten, die sie bis Anfang September beantworten sollen. Dies berichtet das US-Tech-Blog Re/code unter Berufung auf zwei Quellen, die mit dieser Sache direkt befasst sein sollen.

Katalog mit 40 Fragen

Um eine formelle Untersuchung handelt es sich dabei allerdings noch nicht, sie könnte jedoch der nächste Schritt sein. Die Europäische Union sammelt erst einmal Informationen.

Der Fragebogen umfasst mehr als 40 Fragen. Es wird gefragt, ob Google die Installation von Anwendungen behindert, die in Konkurrenz zu Google-Suche, Google Play Store und Google Maps stehen.

Bis in das Jahr 2007 zurück

Die Unternehmen sollen auch offenlegen, wie Google sie an den Einnahmen beteiligt. Eingereicht werden müssen Präsentationen, E-Mails, Faxe, Briefe sowie Mitschriften von Telefonaten und Meetings, die bis in das Jahr 2007 zurückreichen.

Solche Untersuchungen zur Ausnutzung von Quasi-Monopolstellungen sind nicht unüblich. So haben die Wettbewerbshüter der EU bereits festgestellt, dass Microsoft mit der Bündelung seines Betriebssystems Windows mit dem Windows Media Player und dem Internet Explorer gegen Wettbewerbsbestimmungen verstoßen hat.

Der Marktforscher Strategy Analytics hatte gerade erst veröffentlicht, dass im zweiten Quartal 2014 weltweit 295 Millionen Smartphones mit Android verkauft worden sind. Dies entspricht einem Marktanteil von 85 Prozent.

(Peter Giesecke)

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