News

Android-ROM: OnePlus kündigt OxygenOS an - Microsoft investiert in Cyanogen

Auf den Smartphones von OnePlus wird in Zukunft eine Android-Variante laufen, die selbst entwickelt wurde. Jetzt hat das eigene Android-ROM auch einen Namen erhalten: OxygenOS.

30.01.2015, 11:31 Uhr
Microsoft© Microsoft

Auf den Smartphones von OnePlus wird in Zukunft eine Android-Variante laufen, die selbst entwickelt wurde. Jetzt hat das eigene Android-ROM auch einen Namen erhalten: OxygenOS. In China wird es abweichend HydrogenOS heißen. Sauerstoff und Wasserstoff.

Möglichst wenig Google

Auf dem OnePlus One läuft mit Cyanogenmod ebenfalls ein alternatives Android-ROM. Das Unternehmen dahinter, Cyanogen, hat gerade erst angekündigt, sein Android stärker von Google wegzuführen. OnePlus will OxygenOS am 12. Februar vorstellen.

Die erste Version von OxygenOS soll auf Android 5.0 Lollipop basieren und auf überflüssige Funktionen oder Apps verzichten. Die Oberfläche soll sich am Stock-Android orientieren, also keine großen Änderungen erfahren.

Ein eigener App-Store

Cyanogen hatte vor wenigen Tagen das Problem mit Google näher benannt. Google lässt seine Apps auf Funktionen zugreifen, die tief im Betriebssytem verankert sind - zum Beispiel den persönlichen Assistenten Google Now -, verwehrt dies aber unabhängigen Entwicklern. Cyanogen will sich deshalb komplett von Google lösen.

Es geht aber nicht nur um technische Möglichkeiten, sondern auch um Geld. Die Anbieter alternativer Android-ROMs müssen ein eigenes Geschäftsmodell entwickeln. OnePlus hat immerhin noch seine Smartphones, Cyanogen aber nur die Software. Der nächste Schritt soll also ein eigener App-Store sein. Es wird sich zeigen, wieviele Android-Alternativen auf Dauer lebensfähig sein werden.

Falls der Erfolg sich einstellt, wollen aber auch andere mitverdienen. Cyanogen hat bereits viele Investoren gewonnen, aber auch Microsoft möchte jetzt laut Wall Street Journal einen Anteil erwerben. Damit könnte das Recht erkauft werden, Cyanogenmod auf den eigenen Smartphones einzusetzen - entweder nur im Billig-Segment oder - wie bei Blackberry 10 - eingebettet in das eigene Betriebssystem.

(Peter Giesecke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang