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Anbieterwechsel nicht geklappt? Bundesnetzagentur weitet Ermittlungen aus

Immer wieder gibt es Fälle, in denen Verbraucher bei einem Anbieterwechsel ohne Anschluss dastehen. Die Bundesnetzagentur hat deshalb in drei Fällen Ermittlungen aufgenommen und weitet diese nun aus. Den Unternehmen droht ein Bußgeld.

23.08.2013, 11:43 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Immer wieder gibt es Fälle, in denen Verbraucher bei einem Anbieterwechsel ohne Anschluss dastehen. Die Bundesnetzagentur hat deshalb in drei Fällen Ermittlungen aufgenommen und weitet diese nun aus. Den Unternehmen droht ein Bußgeld.

Über 4.000 Beschwerden eingegangen

"Wir haben in den letzten Monaten unsere Ermittlungen in den Bußgeldverfahren nochmals intensiviert und erweitert. Damit gehen wir nicht nur gegen den aufnehmenden Anbieter vor, wenn dieser den Wechselprozess nicht ordnungsgemäß vorbereitet, sondern untersuchen darüber hinaus auch Fälle, in denen der abgebende Anbieter bei einem fehlgeschlagenen Wechsel vorübergehend nicht die Weiterversorgung des Verbrauchers sichergestellt hat", so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Laut der Regulierungsbehörde steigen die Beschwerdezahlen. In mehr als 4.000 Fällen sollen die Verbraucher plötzlich ohne einen Anschluss dagestanden haben. In solchen Fällen kann ein Beschwerdeformular über die Website der Bundesnetzagentur heruntergeladen werden. Es gibt sogar eine eigene Beschwerdestelle. Die Unternehmen werden aufgerufen, mit automatisierten und standardisierten Abstimmungsprozessen eine geringere Fehlerquote beim Anbieterwechsel zu erreichen.

Neue gesetzliche Grundlage

"Ziel der Neuregelung zum Anbieterwechsel im Telekommunikationsgesetz ist es, den Endkunden vor langwierigen Ausfällen beim Wechsel zu schützen. Damit hat der Gesetzgeber nicht nur den neuen, sondern auch den abgebenden Anbieter in die Pflicht genommen, alle Vorkehrungen für einen weitestgehend unterbrechungsfreien Wechsel zu treffen. Seit Dezember 2012 ist der abgebende Anbieter im Falle eines Scheiterns des Wechselprozesses verpflichtet, zunächst die Versorgung wieder aufzunehmen", so Homann.

(Peter Giesecke)

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