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AMD: Tigris frisst Puma und Vision hilft Käufern

Der Puma muss dem Tigris weichen: AMDs neue Notebook Plattform soll Intel endlich Paroli bieten, zudem erscheint die zweite Generation der Ultrathin-Rechner. Und Vision soll den Rechnerkauf ganz einfach machen.

11.09.2009, 13:50 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

AMD hat seine Notebook-Plattform Tigris für den Mainstream-Markt vorgestellt. Der Hersteller verspricht bis zu 42 Prozent Mehrleistung gegenüber dem Vorgänger Puma. Auch die Ultrathin-Reihe geht in die zweite Runde. Gleichzeitig stellt AMD mit Vision auch ein neues Bewertungssystem für Leistungsklassen vor.
Tigris schlägt Puma
Tigris soll Anwendungen wie den Windows Expression Encoder, Quicktime und iTunes beschleunigen und dabei weniger Energie verbrauchen. Unter Last sollen Tigris-Notebooks knapp zwei Stunden durchhalten, im Ruhezustand verspricht AMD knapp fünf Stunden Laufzeit. Die neuen Notebooks werden zudem teilweise SimHD für TotalMedia Theatre von ArcSoft enthalten – die Software kann Filme in Standardauflösung in eine HD-ähnliche Auflösung hochrechnen. Je nach Notebook-Modell kommen verschiedene CPUs zum Einsatz: Kostengünstige Modelle werden mit einem zwei Gigahertz (GHz) starken Sempron Prozessor ausgeliefert. Die Mittelklasse verfügt entweder über die Dual-Core Recheneinheiten Athlon II oder Turion II mit bis zu 2,3 GHz. Die teuersten Modelle rechnen mit einem AMD Turion II Ultra mit bis zu 2,6 GHz.
Release mit Windows 7
In einigen asiatischen Ländern sind Notebooks mit der Tigris Technologie seit kurzem erhältlich. Ein weltweiter Release soll mit dem Erscheinen von Windows 7 folgen.
Zudem hat AMD die zweite Generation seiner Ultrathin-Plattform präsentiert. Die versprochene Leistung klingt dabei recht selbstbewusst.
AMD: 77 Prozent mehr 3D-Leistung
Gegenüber vergleichbaren Konkurrenzgeräten sollen die AMD-Rechner beim Windows MovieMaker bis zu 43 Prozent schneller sein. Bei 3D-Anwendungen sind laut AMD sogar bis zu 77 Prozent mehr Leistung zu erwarten. Als Benchmarkprogramm wurde 3DMark 2006 eingesetzt. Die Laufzeiten werden mit 2,5 Stunden im Betrieb und 5,5 Stunden im Ruhezustand angegeben. Die ersten Modelle werden bereits von Acer und Asus bereits ausgeliefert und sollen spätestens bis zum Windows 7 Start erhältlich sein.
Vision als Entscheidungshilfe
Vision bietet dem Nutzer drei verschiedene Computer-Klassen, vom Einsteiger bis zum Highendsystem. Für welche Klasse sich ein Rechner qualifiziert. legt AMD anhand konkreter Anwendungsfälle fest. Die Kunden sollen auf diese Weise leichter ihre Kaufentscheidung treffen können. Die Einsteigergeräte (Vision Basic) ermöglichen zum Beispiel Videowiedergabe, E-Mails, Surfen und Musik hören. Die nächste Klasse, Vision Premium, eignet sich darüber hinaus zum Konvertieren von Videos und Musik, Spielen und zum Webcambetrieb. Plattformen mit dem Vision Ultimate Siegel eignen sich zum Aufzeichnen von TV-Programmen auf der Festplatte, grafisch anspruchsvolle Online-Spiele, zum Bearbeiten von Musik und Bildern, für die Blu-ray-Wiedergabe sowie dem Erstellen von eigenen HD-Videos.
Zunächst beschränkt sich Vision auf Notebooks, für Desktop-Rechner soll das Repertoire durch Vision Black im ersten Quartal 2010 ergänzt werden. Damit fügt AMD seine bisherige High-End-Reihe Black Edition nahtlos in das Vision-Bewertungssystem ein.

(Marcel Petritz)

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