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AMD sieht Netbooks verschwinden

Der AMD-Chef ist der Meinung, dass die Netbooks wieder vom Markt verschwinden werden. Stattdessen sieht er dünne und günstige Notebooks kommen.

27.01.2009, 15:14 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Es vergeht kaum ein Tag, an dem es keine Neuigkeiten rund ums Thema Netbook zu berichten gibt. Die kleinen Notebooks verkauften sich im vergangenen Jahr wie geschnitten Brot, trotzdem sieht der Geschäftsführer von AMD, Dirk Meyer, die Mini-Rechner verschwinden.
Schlank statt schwach
Wie das Magazin "CNet" berichtet, geht nach Auffassung von Meyer der Unterschied zwischen Note- und Netbooks verloren. So wie die Mini-Laptops derzeit ausgestattet seien, müssten die Käufer von günstigen Rechnern Kompromisse eingehen und könnten keine vollwertige PC-Erfahrung erwarten. Dies treffe insbesondere auf die Grafikleistung und die Multimedia-Fähigkeiten zu. Wer ein dünnes und leichtes Gerät wünsche, müsse hingegen üblicherweise mehr als 1.000 US-Dollar bezahlen.
Um die Lücke zwischen schwachen Netbooks und stärkeren, aber auch teuren, Notebooks zu schließen, wird es laut Dirk Meyer künftig besonders schlanke und günstige Laptops geben, die mehr Leistung als die aktuellen Minis liefern.
Dass AMD nicht in den Netbook-Markt einsteigen möchte, ließ das Unternehmen auch bereits auf der diesjährigen CES verlauten. Stattdessen werden in der ersten Jahreshälfte Plattformen für die erwähnten Leicht-Notebooks auf den Markt kommen: Yukon und Congo.
Netbooks lassen Notebook-Preise sinken
Während AMD das Ende der Netbooks, so wie sie jetzt existieren, kommen sieht, setzt der Hersteller Asus auch in diesem Jahr wieder auf die kompakten Geräte und will bis zum Jahresende weltweit sieben Millionen Eee PCs verkaufen. Wie die Marktforscher von Gartner ermittelten, konnten im vergangenen Jahr insgesamt zehn Millionen Netbooks abgesetzt werden, die Hälfte davon ging im vierten Quartal über den Ladentisch.
Das Marktforschungsinstitut NPD Group hat derweil herausgefunden, dass der Laptop-Markt im Dezember um 23 Prozent angewachsen ist – dank der Netbooks. Wären die abgespeckten Minis nicht gewesen, hätte der Zuwachs nur neun Prozent betragen. Auf das gesamte Jahr bezogen konnte der Markt ein Plus von 21 Prozent vorweisen, ohne die Netbooks läge diese Zahl bei 16 Prozent. Der Erfolg der Geräteklasse hat nach Angaben der NPD Group auch einen Einfluss auf die Preisentwicklung: Im Januar habe der durchschnittliche Verkaufspreis für ein Notebook bei 861 US-Dollar (etwa 657 Euro) gelegen, im Dezember waren es nur noch 740 Dollar (565 Euro). Ohne Netbooks hätte sich der Preis zum Jahresende bei 795 Dollar (607 Euro) eingependelt.

(Saskia Brintrup)

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  • lol Zuletzt kommentiert von newtocah am 21.02.2009 um 12:49 Uhr
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