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AMD: Neue Notebook-Prozessoren behalten die Webcam im Auge

Neue AMD-Notebooks im Anmarsch: Der Chip-Hersteller hat eine neue APU-Serie für Laptops angekündigt, die Funktionen wie eine Gesichtserkennung und Gestensteuerung mitbringt.

13.03.2013, 17:01 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

AMD hat die Arbeit an den neuen Prozessoren mit dem Codenamen Richland fertiggestellt: Die Accelerated Processing Units (APUs) integrieren stärkere Grafikchips als ihre Trinity-Vorgänger und locken mit Funktionen, die die Webcam mit einbeziehen.

Zwei Dual-Cores- und zwei Quad-Core-APUs

Die neuen APUs von AMD starten zunächst mit vier verschiedenen Typen, deren Termal Design Power bei jeweils 35 Watt liegt. Im Detail bietet AMD zwei neue Dual-Core-Chips und zwei Vierkerner an. Topmodell ist die APU A10-5750M mit einem Basistakt von 2,5 Gigahertz (GHz), der sich mittels Turbo-Core auf bis zu 3,5 GHz erhöht. Mit eingebaut ist eine HD 8650G-Grafikkomponente mit 384 Radeon-Kernen und einem Standardtakt von 533 Megahertz (MHz).

Die schwächere Quad-Core-APU A8-5550M arbeitet mit 2,1 GHz und einer HD 8550G mit 256 Kernen und 515 MHz. Beide Chips liefern 4 Megabyte (MB) L2-Cache. Mit zwei Kernen bestückt ist die A6-5350M APU mit 2,9 GHz und HD 8450G. Der Grafikchip ist mit 533 MHz getaktet, allerdings reduziert sich die Kernanzahl auf 192 Stück. Das Schlusslicht bildet das Modell A4-5150M mit 2,7 GHz und 514 MHz starker HD 8350G, die mit 128 Radeon-Kernen arbeitet. Beide Dual-Cores sind mit 1 MB L2-Cache ausgerüstet.

Gegenüber der Trinity-Generation verspricht der Hersteller eine "signifikant" höhere Leistung und Verbesserungen beim Energie-Management. Nun sollen die APUs durch besseres Ausloten von Performance und Ruhezeiten den Notebook-Akku beim Surfen erst nach fast 8 Stunden leeren und mehr als 5,5 Stunden HD-Videos abspielen können.

Log-in per Gesichts-Check, Steuern mit Handgesten

Zusätzlich hat AMD neue Software-Entwicklungen einfließen lassen, die auf Notebooks mit AMD A10- oder A8-Richland-APU verfügbar sein werden. Wer möchte, kann sich über die Laptop-Webcam per Gesichtserkennung im Windows-System oder sozialen Netzwerken anmelden. Ebenfalls per Kamera gesteuert wird die Gestensteuerung, mit der sich einfache Funktionen im Browser oder Mediaplayer per Handzeichen ausführen lassen. In einem YouTube-Video zeigt AMD beispielsweise, wie auf diese Weise eine Anwendung gestartet oder zurück zur Windows-8-Oberfläche gewechselt werden kann. Unterstützt werden der Windows Media Player, Microsofts Bildbetrachter, PowerPoint und Adobes Acrobat Reader. Außerdem sollen sich verwackelte Videos per Software stabilisieren und Inhalte ruckelfrei streamen lassen. Grundvoraussetzung ist jeweils Windows 7 oder Windows 8 als Betriebssystem. Die Dual-Core-APUs A4 und A6 erhalten das Tool-Set erst ab der kommenden Generation Temash.

Die ersten Laptops mit den Richland-Chips sollen in diesem Monat verfügbar sein. Mit einem Launchtermin in der ersten Hälfte dieses Jahres hat AMD darüber hinaus neue Stromspar-APUs geplant. Derartige Exemplare sind für dünne Mobilrechner vorgesehen, von AMD als Ultrathin bezeichnet.

(Saskia Brintrup)

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