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AMD liefert Llano aus und startet Radeon HD 6790

Der Chiphersteller hat mit der Auslieferung der "Llano"-Prozessoren aus der Fusion APU-Reihe begonnen, entsprechend bestückte PCs werden im aktuellen Quartal erwartet. Außerdem neu: eine Grafikkarte aus der Mittelklasse.

05.04.2011, 16:16 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Im Januar stellte AMD auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas seine neuen Fusion Prozessoren vor. Während Ontario und Zacate für längere Laufzeiten im mobilen Bereich bereits auf den Markt sind, lässt die stärkere CPU-Reihe mit kleinerer Strukturbreite namens Llano noch auf sich warten. Wie AMD nun mitteilt, hat aber jetzt die Auslieferung an die Fertiger begonnen. Darüber hinaus hat der Prozesserhersteller eine neue Grafikkarte im Programm: die Radeon HD 6790.

Llano-Systeme in diesem Quartal

Die Fusion Prozessoren bezeichnet AMD als Accelerated Processing Unit, kurz APU, da sie eine CPU mit einer Grafikeinheit (GPU) kombinieren. Die Llano-Prozessoren werden im 32-Nanometer-Prozess (nm) gefertigt und sind mit ihren vier Kernen sowie dem integrierten DirectX-11-Chip auf Leistung und die HD-Wiedergabe im Desktop-Bereich optimiert. Dass die ersten OEM-Partner bald Llano-CPUs in den Händen halten werden, lässt noch keine genauen Rückschlüsse darauf zu, wann Systeme mit den Kombi-Prozessoren erhältlich sein werden. In einem Webcast stellte AMD aber klar, dass man davon ausgehe, im zweiten Quartal dieses Jahres entsprechende PCs auf dem Markt zu sehen. Das zentrale Thema des Webcasts war aber ein anderes: AMD hat sich mit Globalfoundries darauf geeinigt, künftig einen fixen Preis für 45-nm-Wafer und für "gute" 32-nm-Dies zu zahlen. Bei letzteren entscheidet demnach die Qualität über die Entlohnung.

Radeon HD 6790 für etwa 130 Euro

Innerhalb der AMD Radeon HD 6000-Serie ist derweil ein neues Grafikkartenmodell zu finden. Die Radeon HD 6790 bildet zurzeit das untere Ende der Reihe, dass der Hersteller einen Rechner mit 500-Watt-Netzteil empfiehlt, gibt aber bereits einen groben Ausblick auf die Leistung. Die DirectX-11-Karte verfügt über 800 Stream-Prozessoren, einen 840-Megahertz-Takt sowie über 1 Gigabyte GDD5-Speicher, der per 256-bit-Interface angeschlossenen ist. Die HD 6790 unterstützt bis zu vier simultan betriebene Displays, über DisplayPort 1.2 Multi-Stream Transport bis zu sechs. Einen Preis nennt AMD nicht, die ersten Grafikkartenanbieter wie HIS oder Club 3D haben aber bereits Modelle ab 130 Euro angekündigt.

(Saskia Brintrup)

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