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Amazon Prime soll kostenloses Musik-Streaming erhalten – Katalog aber stark ausgedünnt

Ein neuer Musik-Streamingdienst soll Teil von Amazon Prime werden, aber nur mit einem eingeschränkten Angebot. Aktuelle Lieder werden nicht darunter sein. Dies berichtet Buzzfeed.

30.05.2014, 15:31 Uhr
Amazon© Amazon

Ein neuer Musik-Streamingdienst soll Teil von Amazon Prime werden, bei der Kunden des Onlinehändlers für eine Jahresgebühr kostenlosen Zugriff auf zahlreiche Zusatzdienste erhalten – zum Beispiel auf Amazon Instant Video. Dies berichtet Buzzfeed unter Berufung auf fünf Quellen aus der Musikbranche, die mit Amazons Plänen vertraut sein sollen.

Keine neuen Lieder und keine teuren

Um eine echte Musik-Flatrate, wie sie Spotify, Beats Music (bald Apple) und Google Play Music All Access anbieten, handelt es beim neuen Amazon-Angebot aber nicht. Die Nutzung ist zwar zeitlich unbegrenzt, es gibt aber keinen Zugriff auf das komplette Angebot. So sollen nur Lieder kostenlos auf ein eigenes Gerät gestreamt werden können, die mindestens sechs Monate alt sind. Neuere Lieder müssten gekauft werden.

Es gibt aber anscheinend noch eine weitere Einschränkung: Amazon habe zwar eine Übereinkunft mit zwei der drei großen Musikverlage, Sony Music Entertainment und Warner Music Group, sowie mit einigen unabhängigen Labels erreicht, einer Quelle zufolge soll das Angebot aber wie bei Prime Instant Video merklich eingeschränkt sein. Konkret könnte dies bedeuten, dass nur die Lieder kostenlos gestreamt werden können, für die Amazon lediglich geringe Lizenzgebühren zahlen muss. Der Umfang könnte zudem ständig wechseln.

Der Dienst, der Amazon Instant Music heißen könnte, soll laut Bericht im Juni oder Juli starten. Aufgrund der national zugeschnittenen Lizenzen ist es eher unwahrscheinlich, dass er zeitgleich auch in Deutschland online gehen wird. Der unterschiedliche Funktionsumfang von Amazon Prime bildet sich auch im Preis ab. Die Jahresgebühr wurde gerade, um solche Extra-Dienste einzuschließen, in den USA wie auch in Deutschland erhöht – von 79 Dollar auf 99 Dollar beziehungsweise von 29 Euro auf 49 Euro.

(Peter Giesecke)

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