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Amazon Prime künftig mit Video-Streaming - für 49 Euro pro Jahr (Update)

Der Online-Händler Amazon prescht mit einem Kampfpreis im Markt für Video aus dem Internet vor. Kunden mit der Prime-Mitgliedschaft von Amazon werden künftig unbegrenzt auf eine Auswahl von über 12 000 Filmen und Serienfolgen zugreifen können.

21.02.2014, 09:04 Uhr (Quelle: DPA)
Amazon© Amazon

Der Online-Händler Amazon prescht mit einem Kampfpreis im Markt für Video aus dem Internet vor. Kunden mit der Prime-Mitgliedschaft von Amazon werden künftig unbegrenzt auf eine Auswahl von über 12.000 Filmen und Serienfolgen zugreifen können, wie Amazon am Freitag ankündigte. Dabei wird sich allerdings der Preis der Prime-Mitgliedschaft von bisher 29 auf 49 Euro im Jahr erhöhen.

Reagiert die Konkurrenz?

Im Vergleich zum bisherigen Preis von 7,99 Euro im Monat für Amazons Videostreaming-Angebot Lovefilm setzt der Handels-Konzern die Planke mit 49 Euro pro Jahr sehr tief an. Umgerechnet entspricht das einem Monatspreis von rund 4 Euro. Die spannende Frage ist, ob damit die Preise in dem Geschäft mit Video auf Abruf unter Druck kommen - bisher liegen die verschiedenen Anbieter wie Maxdome, Watchever oder Sky in etwa gleichauf bei knapp 10 Euro im Monat. Auch der US-Riese Netflix plant eine Europa-Expansion.

Amazons Video-Service ist über TV-Geräte mit Internet-Anschluss, Spielekonsolen sowie die hauseigenen Kindle-Tablets nutzbar, die auch an den Fernseher angeschlossen werden können. Seit langem wird auch über Pläne für eine eigene Settop-Box von Amazon spekuliert.

Das neue "Prime Instant Video" startet am 26. Februar und umfasst nicht das gesamte Streaming-Angebot von Amazon: Die Auswahl für den Einzelabruf ist mit rund 25.000 Filmen und Serienfolgen mehr als doppelt so groß.

Premium-Versand allein gibt es nicht

Es ist keine Möglichkeit vorgesehen, nur das bisherige Prime-Angebot mit schnellerem Gratis-Versand und Zugang zur Kindle-Leihbücherei zum alten Preis von 29 Euro zu buchen. Wer bereits Kunde ist, bekommt aber auch Zugriff auf das Videoangebot und wechselt mit Auslaufen seiner jährlichen Mitgliedschaft zum neuen Tarif. Wer Prime bis zum 26. Februar bucht, kann das neue Angebot auch noch ein Jahr zum alten Preis nutzen.

Amazons Deutschland-Chef Ralf Kleber glaubt angesichts der Videostreaming-Vorteile dennoch nicht, dass es verärgerte Nutzer angesichts der Preiserhöhung geben werde: "Wir wollen den Kunden etwas anbieten, wovon wir wissen, dass sie es täglich nutzen." Die Nutzer sollten frei zwischen verschiedenen Formaten entscheiden können.

(Hayo Lücke)

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