Bankgeschäft

Amazon plant angeblich Girokonto für Kunden

Der Online-Händler Amazon will laut Medienberichten offenbar im Bankgeschäft mitmischen. So sei das Angebot einer Art Girokonto geplant. Nebeneffekt: Amazon würde einen tieferen Einblick auf Einkommen und Ausgabeverhalten der Kunden erhalten.

Amazon © Amazon.com, Inc.

London - Der Internethändler Amazon könnte Medienberichten zufolge stärker ins Bankgeschäft einsteigen. Derzeit sondiere der Onlineriese unter anderem mit der US-Bank JPMorgan eine Partnerschaft, berichtete die "Financial Times" (Dienstagausgabe). Zuvor hatten bereits das "Wall Street Journal" und die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet. Amazon schwebe eine Art Girokonto vor, hieß es. Damit ziele der Konzern vor allem auf jüngere Kunden ab, die kein eigenes Bankkonto haben.

Gespräche in einem frühen Stadium

Von dem Schritt erhoffe sich Amazon nicht nur weitere Daten über das Ausgabeverhalten und die Einkommen seiner Kunden, sondern auch niedrigere Gebühren für Finanztransaktionen. Die Gespräche befinden sich den Berichten zufolge aber noch in einem frühen Stadium und könnten beispielsweise durch regulatorische Anforderungen verkompliziert werden.

Dass sich Technologiefirmen wie Amazon aber auch Facebook, Apple oder Google stärker ins Bankwesen einmischen wird schon seit längerem erwartet. Amazon bietet bereits Finanzdienstleistungen an, wie beispielsweise eine Kreditkarte oder einen Bezahldienst.

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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