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Amazon MP3-Shop in Deutschland gestartet

Der Online-Einzelhändler hat seit Dienstag auch hierzulande seinen Download-Shop geöffnet. Das Angebot umfasst zu Beginn über fünf Millionen Songs ohne Kopierschutz, Top-Alben gibt es für unter fünf Euro.

01.04.2009, 14:49 Uhr (Quelle: DPA)
Amazon© Amazon

Der Online-Einzelhändler Amazon bietet ab sofort auch in Deutschland Musik als digitalen Download an. Die Tracks im neuen Download-Shop werden alle im kopierschutzfreien MP3-Format angeboten.
Fünf Millionen MP3-Tracks
Zu Beginn umfasst das Angebot über fünf Millionen Songs der vier großen Musikfirmen Universal, Warner, Sony und EMI sowie zahlreicher Independent Labels. Damit startet Amazon in der Größenordnung des Angebots von Media Markt oder Saturn. Die Marktführer iTunes und Musicload, die mittlerweile auch auf DRM-freie Dateien setzen, haben bereits ein größeres Repertoire von über 6,5 Millionen Tracks bei der Telekom-Tochter beziehungsweise rund zehn Millionen im Apple-Shop. Aber auch Amazon will die Auswahl kontinuierlich erweitern.
Einzeltitel werden ab 77 Cent angeboten, aktuelle Chart-Hits kosten rund 97 Cent. Zum Start des Portals sind über 2.000 Top-Alben, unter anderem von The Killers, Peter Maffay, Razorlight, Peter Fox, Clueso, Pet Shop Boys, Lady Gaga oder Kelly Clarkson, für 4,89 Euro zu haben. Außerdem gibt es als Begrüßungsgeschenk den Titel "This much is true" von Amy MacDonald gratis.
Ernste Konkurrenz für Marktführer
Amazon betreibt seinen MP3-Store seit 2007 bereits in den USA. Das Angebot gilt wegen der Größe und Erfahrung von Amazon als Musikgroßhändler als einer der potenziell größten Herausforderungen für Marktführer Apple. Beim Start des Portals in Großbritannien verkaufte das Webkaufhaus gleich zu Beginn bereits ein Viertel des Volumens von iTunes.
Wie die Umsatzzahlen aus dem vergangenen Jahr zeigen, ist legale Musik aus dem Internet gefragter als je zuvor. Obwohl der Anteil digitaler Musik am Gesamtumsatz der Branche bei lediglich sieben Prozent liegt, wurden in Deutschland Songs und Musikalben im Wert von 80 Millionen Euro auf Computer geladen und damit ein Rekordumsatz erzielt.

(Michael Posdziech)

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