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Amazon liefert Pakete mit eigenen Wagen aus – Test in drei US-Städten

Das Ziel ist letztlich, die Ware am selben Tag auszuliefern. Dies wird aber nur in großen Städten gelingen.

28.04.2014, 11:01 Uhr
Amazon© Amazon

Wann sind die Kunden eines Online-Händlers zufrieden? Wesentlich trägt dazu bei, wie schnell die Ware ausgeliefert wird. Um hier mehr Kontrolle zu erlangen und auch die Kosten zu drücken, testet Amazon die Auslieferung mit eigenen Wagen. Dies berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ).

Ware möglichst schnell ausliefern

Das Wirtschaftsblatt bezieht sich auf einen Test in San Francisco, ähnliche Versuche sollen aber auch in Los Angeles und New York laufen. Die Wagen gehören dabei nicht Amazon, sondern Subunternehmern, diese werden jedoch von Amazon beaufsichtigt. Mit anderen Worten: Die Daten werden in das eigene System eingespeist, von dort aus erfolgt dann auch die Steuerung.

Das Ziel ist letztlich, die Ware am selben Tag auszuliefern. Dies wird aber nur in großen Städten gelingen. In ländlichen Gebieten – gerade in den USA – wird Amazon aber mehr Zeit brauchen und auch weiterhin auf klassische Paketauslieferer wie UPS und FedEx angewiesen sein.

Versuche mit Drohnen und mobilen Verteilzentren

In Deutschland setzt Amazon bei beschleunigten Auslieferungen auf Expressdienste und berechnet dafür ordentliche Aufschläge. Letztlich geht es aber darum, die Auslieferung zu akzeptablen Preisen zu optimieren. Dafür muss jedoch das System umgestellt, wenn nicht sogar neu erfunden werden.

Neben dem konventionellen Ansatz mit Lieferwagen in eigener Regie, experimentiert Amazon auch mit Drohnen, die Pakete ausliefern, und LKWs, die als mobile Verteilzentren fungieren. Sie haben Ware geladen, die noch gar nicht bestellt wurde, aber häufig nachgefragt wird.

In Deutschland gibt es bereits ein Vorbild für einen Lieferservice in Hand eines Online-Versandhandels. Der Hermes Paketversand gehört zur Handelsgruppe Otto. Hier werden Kosten für Rücksendungen ganz einfach gedrückt: Wenn eine Ware zurückgeschickt werden soll, kann diese dem Paketmann mitgegeben werden, der die Ware der nächsten Bestellung bringt.

(Peter Giesecke)

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