Klimainitiative

Amazon bestellt 100.000 Elektro-Lieferwagen für die Paketzustellung

Amazon setzt sich ambitionierte Klimaziele. Bis 2040 will der US-Konzern komplett klimaneutral sein. Dabei helfen sollen unter anderem 100.000 Elektro-Lieferwagen, mit denen Amazon ab 2021 Pakete ausliefern wird. Auch Google zeigt sich umweltbewusst.

Amazon Elektro-LieferwagenGleich 100.000 Elektro-Lieferwagen des US-Herstellers Rivian erhält Amazon.© Businesswire

Washington - Der US-Konzern Amazon hat sich zu ambitionierten Klimazielen verpflichtet und die Bestellung von 100.000 Elektro-Lieferwagen für die Paketzustellung bekanntgegeben. Mit der Initiative "Climate Pledge" will das Unternehmen seine Emissionen abbauen oder kompensieren, um bis 2040 klimaneutral zu sein, erklärte Amazon-Gründer Jeff Bezos am Donnerstag in Washington. Bezos will dafür werben, dass sich auch andere Großunternehmen der Initiative abschließen. Wenn Amazon mit viel Infrastruktur und der Auslieferung von rund zehn Milliarden Paketen im Jahr solche Klimaziele erreichen könne, «dann kann es jede Firma», sagte Bezos.

Amazon will ab 2030 nur noch erneuerbare Energien nutzen

Ab 2030 soll zum Beispiel Amazons gesamter Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen gespeist werden. Amazon werde zudem 100 Millionen US-Dollar in Wiederaufforstungsprojekte investieren, kündigt der Vorstandsvorsitzende an.

Die ersten Elektro-Lieferwagen sollen ab 2021 im Einsatz sein, bis 2030 sollen alle 100.000 ausgeliefert sein. Amazon sprach von der größten jemals gemachten Bestellung elektrischer Fahrzeuge. Sie werden von der Firma Rivian im US-Bundesstaat Michigan produziert, in die Amazon nach eigenen Angaben 440 Millionen Dollar investiert hat.

Google will stark in erneuerbare Energien investieren

Auch ein weiterer großer US-Konzern zeigt sich umweltbewusst. Google will massiv in erneuerbare Energien investieren. In einem Blog-Eintrag kündigte Google-Chef Sundar Pichai zum internationalen Aktionstag der Fridays-for-Future-Bewegung den "größten Einkauf von erneuerbaren Energien in der Geschichte" an. Der Internet-Konzern werde ein Paket aus insgesamt 1.600 Megawatt in den USA, Chile und Europa beziehen. "Zusammengenommen werden diese Transaktionen unser weltweites Portfolio an Wind- und Solarenergieverträgen um mehr als 40 Prozent auf 5.500 MW erhöhen", schreibt Pichai. Das entspreche der Kapazität von einer Million Solardächern.

Die neuen Verträge sähen nicht nur den Bezug erneuerbarer Energien von besehenden Wind- und Solar-Anbietern vor, sondern unterstützten mit einer langen Laufzeit auch den Ausbau weiterer Projekte, betonte Pichai. Zudem will der Internet-Konzern über seine philanthropische Tochter Google.org zwei Gesellschaften für erneuerbare Energien in den USA und Europa mit insgesamt 100.000 Euro unterstützen. Das Geld solle für die Erforschung neuer Geschäftsmodelle und die Schulung von Verbrauchern genutzt werden.

Google arbeitet seit 2007 CO2-neutral

Google betreibt sein Geschäft nach eigenen Angaben seit 2007 CO2-neutral. Seit 2017 bezieht der Internet-Konzern seinen gesamten jährlichen Stromverbrauch demnach aus erneuerbaren Energien. Google sei der größte Einkäufer für erneuerbare Energien der Welt.

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Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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