Bezahl-App

Allianz stampft App "Pay&Protect" ein

Die Bezahl-App "Pay&Protect" ist nur noch vorübergehend verfügbar. Die Allianz will den Dienst nicht länger anbieten, da das Programm zusammen mit dem Zahlungsdienstleister Wirecard entwickelt wurde. Wirecard steht mitten in einem Betrugsskandal.

Diana Schellhas, 01.07.2020, 13:54 Uhr (Quelle: DPA)
NFC© Artur Marciniec / Fotolia.com

Die Allianz stellt ihre Bezahl-App "Pay&Protect" ein. Grund ist der Skandal beim Unternehmen Wirecard, mit dem die App entwickelt wurde. Die momentane Situation beim Zahlungsdienstleister habe den Versicherungskonzern veranlasst, "das Produkt einzustellen und auf Basis der bislang gesammelten Erfahrungen zu überprüfen, inwieweit und in welcher Form ein ähnliches Angebot für das Produktportfolio weiterhin von Bedeutung ist"" teilte die Allianz Deutschland am Mittwoch auf Anfrage mit. Kurz zuvor wurden die Kunden informiert.

Pay&Protect-App erst seit August 2019 auf dem Markt

Für diese soll die App vorerst voll nutzbar bleiben, wie lange noch, teilte die Allianz nicht mit. Europas größter Versicherer hatte "Pay&Protect" erst im vergangenen August auf den Markt gebracht. Für Wirecard ist das keine erfreuliche Nachricht: Die Allianz ist das erste Schwergewicht der deutschen Finanzwirtschaft, das die Einstellung einer Kooperation mit Wirecard öffentlich macht.

Wirecard hat Insolvenz angemeldet

Wie viele Allianz-Kunden die App nutzen, gab der Versicherer nicht bekannt. Das Produkt sei gut angenommen worden, sagte ein Sprecher, ohne eine Zahl zu nennen. Wirecard steht derzeit unter Regie des vorläufigen Insolvenzverwalters Michael Jaffé.

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