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Alice Speed: Zwei neue VDSL-Tarife ab 29,90 Euro

Der Hamburger Provider Hansenet führt ab 2. September zwei neue VDSL-Tarife ein: Zum Start gibt es Aktionspreise: VDSL mit 50 Mbit/s dauerhaft ab 29,90 Euro monatlich.

30.08.2010, 11:29 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Der Hamburger Internetprovider Hansenet gibt dem Surfen per VDSL eine zweite Chance. Bereits im vergangenen Herbst hatte der Anbieter über seine DSL-Marke Alice testweise die Vermarktung von zwei VDSL-Tarifen gestartet. Hansenet war aber unzufrieden mit der Produktqualität und setzte die Vermarktung von Alice VDSL aus. Genutzt wurde damals das Telekom-Netz. Ab dem 2. September ergänzt Alice seine Produktpalette nun doch wieder mit Highspeed-Paketen - und geht auch preislich in die Offensive. Der Hamburger Internetanbieter, der seit dem Frühjahr zum Telefónica-Konzern gehört, greift nun auf das Hochgeschwindigkeits-Netz von Telefónica o2 Germany zurück.

Alice VDSL: 50 Mbit/s ab 29,90 Euro

Zunächst werden im kommenden Monat zwei Alice Speed-Tarife verfügbar sein. Im Rahmen einer bis zum 31. Oktober befristeten Aktion lassen sich sowohl Alice Fun Speed als auch Alice Comfort Speed während der gesamten Vertragslaufzeit mit einer um zehn Euro reduzierten monatlichen Grundgebühr buchen. Die Doppel-Flat Alice Fun Speed erlaubt das Surfen im Internet mit einer Bandbreite von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downstream. Alice Uploads erfolgen mit bis zu 10 Mbit/s. Der reguläre Preis bei Buchung ab November beträgt 39,90 Euro monatlich, bei Bestellung im September oder Oktober zahlen Neukunden- oder Bestandskunden dauerhaft nur 29,90 Euro im Monat. Damit ist der Alice VDSL-Tarif monatlich um rund zehn Euro günstiger als etwa die 1&1 Doppel-Flat 50.000. Neben der Internat-Flatrate erhalten Alice-Kunden auch eine Telefon-Flat für kostenlose Gespräche in das deutsche Festnetz.

Zusätzliche Komfort-Dienstleistungen wie eine kostenfreie Hotline oder eine garantierte Entstörzeit innerhalb von acht Stunden bietet Alice Comfort Speed für 39,90 Euro statt 49,90 Euro monatlich. Die Surfgeschwindigkeit liegt auch hier bei 50 Mbit/s. Die weiteren Features der beiden Speed-Tarife entsprechen den weiterhin angebotenen ADSL-Paketen Alice Fun und Alice Comfort.

WLAN HomeBox kostenlos, aber Anschluss- und Produktwechselgebühr

Als Hardware stellt der Provider seinen Kunden für die Vertragsdauer die Alice WLAN HomeBox kostenlos zur Verfügung. Zu beachten ist allerdings: das IPTV-Angebot von Alice lässt sich derzeit noch nicht mit den Speed-Tarifen nutzen. Die beiden VDSL-Pakete lassen sich sowohl mit oder ohne Laufzeitbindung bestellen. Die einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 99,90 Euro entfällt nur bei 24-monatiger Vertragslaufzeit. Bestandskunden zahlen bei einem Wechsel von einem ADSL-Paket zu einem Speed-Tarif eine Gebühr von 99,90 Euro. Einen Wechsel von VDSL auf ein ADSL-Paket berechnet Alice mit 59,90 Euro. Ab Oktober 2010 will Hansenet mit dem Basistarif Alice Light Speed zudem ein weiteres VDSL-Paket anbieten. Einzelheiten hierzu gab das Unternehmen noch nicht bekannt. Die "Speed"-Tarife sollen laut Hansenet für rund vier Millionen Haushalte verfügbar sein.

Alice setzt auf VDSL - Glasfaserausbau muss warten

Inzwischen hat der Regulierer die Grundlagen geschaffen, dass neben der Telekom auch andere Anbieter VDSL aus eigener Hand anbieten können. Bei der Technik werden Glasfaserleitungen möglichst nah an die Haushalte herangelegt, die letzten Meter werden aber mit der herkömmlichen Telefonleitung überbrückt. Aus diesem Grund sind die Bandbreiten niedriger als bei reinen Glasfaseranschlüssen, die bis zu 100 Megabit je Sekunde liefern können. "Die Technologie, in die wir erstmal investieren, ist VDSL, das ist kompatibel mit unserer bisherigen Infrastruktur", sagte Hansenet-Chef Lutz Schüler der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Pläne für den Ausbau von Glasfaserleitungen, die direkt ins Haus gelegt werden, müssen dagegen erst einmal zurückstehen.

In der Branche wird diskutiert, ob Anbieter datenintensiver Dienste wie Googles Videoplattform YouTube oder Apple für die Nutzung der Netze stärker zur Kasse gebeten werden sollen. Das wäre eine Abkehr vom Prinzip der Netzneutralität. "Wenn wir unterschiedliche Qualität für unterschiedliches Geld verkaufen können, sind wir der Meinung, sollten wir das auch tun", sagte Schüler und positionierte sich damit ähnlich wie Telekom und Kabelnetzbetreiber. Es müsse sichergestellt werden, "dass die notwendigen Investitionen der Netzbetreiber in den Breitbandausbau berücksichtigt werden."

(Jörg Schamberg)

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