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Alice macht wieder Gewinn

Bei Hansenet werden wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf Hansenet-Chef Paolo Ferrari.

27.09.2009, 16:19 Uhr (Quelle: DPA)
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Die Deutschland-Tochter Hansenet (Alice DSL) des hoch verschuldeten Telekommunikationskonzerns Telecom Italia schreibt wieder schwarze Zahlen. "Wir haben den Turnaround geschafft", sagte Hansenet-Chef Paolo Ferrari der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe).
Rigoroser Sparkurs
Das Unternehmen hat demnach seit vier Monaten mehr Geld verdient als ausgegeben. Ein rigoroser Sparkurs habe zu dem positiven Ergebnis geführt. So sei TV- und Print-Werbung gestoppt und stattdessen im Internet geworben worden. Obwohl Hansenet 15 bis 20 Prozent weniger ausgebe, sei das Unternehmen deutlich effizienter, zitiert das Blatt den Hansenet-Chef, der seit März das Geschäft in Deutschland leitet. Ein Stellenabbau sei derzeit nicht geplant.
Telecom Italia will Hansenet verkaufen, die Suche nach einem Käufer dauert aber an. Als aussichtsreicher Kandidat für die Alice-DSL-Übernahme gilt unter anderem o2. Der italienische Konzern sitzt laut "Welt" auf Schulden von 34 Milliarden Euro und will deshalb in mehreren Ländern seine Aktivitäten abstoßen. Das sei nicht die beste Zeit für Verkäufe, sagte ein Hansenet-Manager dem Blatt.
DSL-Geschäft läuft schlecht
Von der ursprünglich erwarteten eine Milliarde Euro Erlös für Hansenet habe sich Telecom Italia verabschiedet. Experten sehen den Wert bei weniger als 500 Millionen Euro. Nach Informationen der Zeitung verliert Hansenet im DSL-Geschäft monatlich mehrere Tausend Kunden. Für die Mobilfunk-Pakete, bei denen Hansenet mit o2 zusammenarbeitet, kämen hingegen monatlich mehr als 15.000 Nutzer hinzu.

(Hayo Lücke)

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