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Alcatel-Lucent und BT beschleunigen bestehendes Glasfasernetz auf 1,4 Tbit/s

Alcatel-Lucent und British Telecom haben im Rahmen eines Feldversuchs über eine bestehende Glasfaserleitung Datenraten von bis zu 1,4 Tbit/s erzielt. Durch die Reduzierung des Abstands zwischen den einzelnen Kanälen auf 35 GHz wurde die Effizienz um knapp 43 Prozent gesteigert.

24.01.2014, 15:02 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Der Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent und British Telecom (BT) haben in einem Feldversuch nach eigenen Angaben einen neuen Geschwindigkeitsrekord bei einem bestehenden Glasfasernetzwerk erzielt. Bei den Tests wurden Datenraten von bis zu 1,4 Terabit pro Sekunde erzielt, die spektrale Effizienz sei dabei im Vergleich zu aktuellen Standards um 42,5 Prozent auf einen Rekordwert von 5,7 Bits pro Sekunde pro Hertz (B/s/Hz) gesteigert worden. Die Geschwindigkeit entspricht der Übertragung von 44 HD-Filmen pro Sekunde.

Geringerer Abstand der Glasfaserkanäle

Ein Ergebnis des Tests: Bestehende Glasfaserleitungen lassen sich erheblich effizienter nutzen, bei steigendem Bandbreitenbedarf sei daher nicht immer zwingend die Verlegung neuer Leitungen erforderlich. Der Feldversuch wurde im Oktober und November des vergangenen Jahres unter realen Bedingungen auf der 410 Kilometer langen Glasfaserstrecke von BT zwischen London und Suffolk durchgeführt. Genutzt wurden Switches der 1830-Modellreihe, zum Einsatz kam zudem eine neue, flexible Gitterinfrastruktur (Flexgrid).

Konkret wurden sieben Kanäle mit 200 Gigabit pro Sekunde als "Superkanal" gebündelt, um eine Gesamtkapazität von 1,4 Tbit/s zu erreichen. Der spektrale Abstand zwischen den einzelnen Kanälen wurde von den üblichen 50 GHz auf 35 GHz reduziert.

(Jörg Schamberg)

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