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Alcatel-Lucent kündigt Berufung im Patentstreit an

"Wir werden gegen diese überraschende Entscheidung Berufung einlegen", sagte ein Alcatel-Sprecher und kündigte damit neuen Streit mit Microsoft an.

09.08.2007, 08:18 Uhr
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Im Streit um Patentverstöße hat Telekom-Ausrüster Alcatel-Lucent Berufung gegen ein Gerichtsurteil angekündigt, das dem Software-Riesen Microsoft die Zahlung einer Milliardenstrafe an Alcatel erlässt.
"Wir werden gegen diese überraschende Entscheidung Berufung einlegen", sagte ein Alcatel-Sprecher. Noch im Februar habe ein Gericht in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien geurteilt, dass Microsoft die Patentrechte von Alcatel-Lucent verletzt habe, fügte er hinzu. Microsoft war damals zur Zahlung einer Rekordstrafe von 1,5 Milliarden Dollar (gut eine Milliarde Euro) verurteilt worden.
Ein Rückblick
Microsoft war gegen das Urteil in Berufung gegangen; am Montag hatte ein US-Bezirksgericht den ursprünglichen Richterspruch aufgehoben und seinerseits "zugunsten von Microsoft und gegen Lucent" geurteilt. In dem Streit geht es um MP3-Audiotechnologie, wie sie in der Microsoft-Software für den Windows Media Player verwendet wird. Alcatel-Lucent war vor Gericht gezogen, weil der Konzern bei der Technologie zum Codieren und Decodieren zwei seiner Patente verletzt sah. Microsoft hielt dagegen, der Konzern habe der Fraunhofer-Gesellschaft 16 Millionen Dollar gezahlt, um die umstrittene Technologie legal einsetzen zu dürfen.

(Hayo Lücke)

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