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Alcatel-Lucent kassiert Milliarden von Microsoft

Der Softwarekonzern muss 1,14 Milliarden Euro an Alcatel-Lucent wegen einer Patentverletzung im Bereich digitale Musik zahlen.

23.02.2007, 08:21 Uhr
Microsoft© Microsoft

Der Softwarekonzern Microsoft muss 1,5 Milliarden Dollar (1,14 Milliarden Euro) an Alcatel-Lucent wegen einer Patentverletzung im Bereich digitale Musik zahlen. Ein entsprechendes Urteil fällten die Geschworenen in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien.
Microsoft will sich wehren
Die Entscheidung sei weder durch die Gesetze noch durch die Fakten gedeckt, erklärte ein Rechtsberater von Microsoft und kündigte weitere rechtliche Schritte an. Eine Sprecherin des US-französischen Unternehmens Alcatel-Lucent begrüßte das Urteil dagegen.
Der Telekomausrüster Lucent hatte Microsoft 2003 unter anderem verklagt, weil Partner des Unternehmens, darunter die Computerhersteller Dell und Gateway, Windows-Software verwendeten und damit Lucents Rechte am digitalen Musikformat MP3 verletzt haben sollen. Insgesamt geht es um 15 angebliche Patentrechtsverstöße. Alcatel-Lucent ist seit dem Zusammenschluss des US-Konzerns Lucent und der französischen Alcatel-Gruppe im Dezember zweitgrößter Anbieter in der Netzwerkbranche.
Weitere Klagen?
Microsoft argumentiert dagegen, dass es Lizenz-Gebühren an die Fraunhofer-Gesellschaft gezahlt habe und daher die MP3-Technologie rechtmäßig nutze. Das Urteil werde dazu führen, dass Alcatel-Lucent auch "hunderte andere" Firmen verklagen werde, erklärte Microsoft.
Das nächste Patentrechtsverfahren in San Diego beginnt im März oder April. Dabei geht es um Sprachcodierung.

(Hayo Lücke)

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