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Alcatel-Lucent: 31 Terabit pro Sekunde per Glasfaserkabel

Forscher des Bell Labs schickten Daten über ein 7.200 Kilometer langes, einzelnes Glasfaserkabel mit 31 Tbit/s – dreimal so schnell wie mit den fortschrittlichsten Unterseekabeln.

21.07.2013, 16:01 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Einen neuen Rekord haben die Forscher des zum Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent gehörenden Bell Labs aufgestellt: Sie schickten Daten über ein einzelnes, 7.200 Kilometer langes Glasfaserkabel mit 31 Terabit pro Sekunde (Tbit/s). Das ist dreimal so schnell wie die fortschrittlichsten Unterseekabel übertragen können, die derzeit kommerziell genutzt werden.

Ein Unterseekabel an Land getestet

Die neue Spitzengeschwindigkeit wäre auch ein neuer Rekord für die Datenübertragung unter dem Meer von Kontinent zu Kontinent. Die Forscher haben den Versuch jedoch auf dem Innovation City Campus in Villarceaux in der Nähe der französischen Hauptstadt Paris durchgeführt.

Für die Übertragung kamen 155 Laser zum Einsatz, jeder Träger für 200 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) auf einer unterschiedlichen Frequenz. Die Herausforderung lag bei dieser hohen Datengeschwindigkeit sowie bei der enormen Kabellänge darin, das Rauschen und die Signalverzerrung in den Griff zu bekommen. Zum Einsatz kam ein modifiziertes Wellenlängenmultiplexverfahren (WDM). Alle 100 Kilometer wurde das Signal verstärkt.

Die Ergebnisse des Experiments wurden bereits Anfang des Monats im Rahmen der Opto-Electronic Communication Conference (OECC) in Japan vorgestellt.

(Peter Giesecke)

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