Mit Hightech gegen Graffitis

Alarm 4.0: Vodafone will illegale Sprayer auf frischer Tat ertappen

Mit Hilfe von Sensoren soll über Vodafones Narrowband IoT Alarm geschlagen werden, wenn Sprayer Wände mit Graffitis besprühen. Die Alarmanlage 4.0 soll Vandalismus vorbeugen und Schäden in Millionenhöhe vermeiden.

Jörg Schamberg, 24.10.2017, 12:08 Uhr
Vodafone Alarmanlage 4.0Vodafones Technik-Chef Kuisch mit der Alarmanlage 4.0.© Vodafone GmbH

Düsseldorf – Graffitis sind an vielen Orten wie Hauswänden, Zugwaggons und Bushaltestellen zu finden. Die oft unerwünschten 'Kunstwerke' müssen täglich an vielen Stellen aufwendig wieder entfernt werden. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 100.000 Sachbeschädigungen durch Graffitis polizeilich erfasst. Jedes Jahr entstehen laut Bundeskriminalamt Schäden zwischen 200 und 500 Millionen Euro. Der Mobilfunknetzbetreiber Vodafone (www.vodafone.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) hat im Rahmen eines Pilotprojekts nun die Alarmanlage 4.0 entwickelt, die illegale Sprayer auf frischer Tat ertappen und Vandalismus vorbeugen soll.

Sensor erkennt Graffiti-Farbe und löst Alarm aus

In Kooperation mit Hyve entstand eine Wand, die Sprayer 'riechen' kann. Konkret werden die winzigen Farbpartikel der Graffiti-Farbe von einem Sensor erfasst. Über das Narrowband IoT, das Maschinen-Netz von Vodafone, werde dann Alarm geschlagen und eine Zentrale informiert. Die Sicherheitsleute könnten sofort zum Einsatz ausrücken. Optional kann der Sensor auch vor Ort einen Alarm auslösen, so dass Sprayer abgeschreckt werden sollen, noch bevor sie größere Flächen besprühen.

"Narrowband IoT ist unser Netz speziell für Maschinen. Hiermit machen wir das Internet der Dinge massentauglich. Es ist optimiert für die kostengünstige Vernetzung von Milliarden Gegenständen. So kann beinahe alles vernetzt werden – vom Mülleimer, über den Wasserzähler bis zur Wand, die Graffiti-Sprayer riechen kann", erläutert Dr. Eric Kuisch, Geschäftsführer Technik bei Vodafone.

Vodafones Maschinennetz auch in Zugtunneln einsatzbereit

Selbst hinter dicken Hauswänden und unter der Erde könne Narrowband IoT Daten übertragen. Damit könne auch Graffitis in Zugtunneln der Kampf angesagt werden. Das Maschinennetz von Vodafone basiere auf einer optimierten LTE-Variante. Die Sensoren verfügen laut Vodafone über Batterielaufzeiten von bis zu zehn Jahren. Eine externe Stromversorgung sei somit nicht erforderlich.

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