Security

Aktivisten wollen Spionagesoftware auf Computern aufspüren

Immer wieder werden Journalisten überwacht und ausgehorcht - auch mit Spionage-Software auf ihren Rechnern. "Detekt" soll die Spähprogramme nun aufspüren.

20.11.2014, 14:44 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Bürgerrechtler haben eine Software veröffentlicht, die Spionageprogramme auf den Computern von Journalisten und Aktivisten aufspüren soll. Solche Programme seien zum Teil im Internet zu haben oder würden von spezialisierten Firmen an Regierungen verkauft, erklärten die Aktivisten.

Vorerst nur für Windows

Einige Spähprogramme können praktisch alle Aktionen von Computernutzern aufzeichnen: Sie protokollieren Tastatureingaben, können Kameras und Mikrophone anschalten und Online-Aktivitäten beobachten. Es ist für Opfer sehr schwer zu erkennen, ob ihr Computer mit einem solchen Programm infiziert ist.

Die Software "Detekt" soll die Spähprogramme aufspüren. Bisher gibt es sie in einer Version für Windows-Rechner. Sie kann unter ResistSurveillance.org heruntergeladen werden.

Die Überwachungsprogramme würden gegen Journalisten, Aktivisten oder Menschenrechtler eingesetzt, kritisierten die Organisationen. Zu dem Bündnis gehören Amnesty International, die Digitale Gesellschaft und die amerikanischen Netzaktivisten der Electronic Frontier Foundation (EFF) sowie von Privacy International.

(Peter Giesecke)

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