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Ahmadinedschad startet Internet-Tagebuch

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad geht mit der Zeit und stellt seine Gedanken nun auch im Internet einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.

14.08.2006, 16:10 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad geht mit der Zeit und stellt seine Gedanken nun auch im Internet einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Seine "Persönlichen Notizen", wie er sein Internet-Tagebuch überschreibt, ist offensichtlich so gefragt, dass die Seite heute, einen Tag nach ihrem Start, immer wieder zusammenbrach. In diesen Notizen beschränkt sich der iranische Staatschef bislang auf eine langatmige Autobiografie. Diese reicht zunächst von seiner Geburt als Sohn einer armen Familie bis zum Jahr 1988, ein Jahr vor dem Tod von Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini.
Mehrsprachiger Blog
Auf Persisch, Englisch und Arabisch sowie bald auch auf Französisch berichtet Ahmadinedschad ausführlich aus seinem Leben. Detailliert beschreibt er persönliche Malheurs wie sein Nasenbluten während seiner Bewerbung um einen Studienplatz, etwas schwammiger seine späteren Aktivitäten gegen den Schah, rund drei Jahre vor Khomeinis Revolution im Jahr 1979. Zahllose Sätze widmet er seiner Bewunderung für den verstorbenen Revolutionsführer, fast ebenso viele Sätze seiner Verachtung für Washington. Vor allem den "Großen Satan" sieht er hinter der Entscheidung des damaligen irakischen Machthabers Saddam Hussein, 1980 in den Iran einzumarschieren und damit den ersten, acht Jahre dauernden Golfkrieg auszulösen.
Ahmadinedschads Blog endet mit dem Versprechen, künftig "kürzer und einfacher" zu schreiben.

(Hayo Lücke)

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