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Adobe stoppt Entwicklung von mobilem Flash-Player

Der Flash-Player für Smartphones und Tablet-PCs wird nicht mehr von Adobe weiterentwickelt. Stattdessen setzt der Software-Konzern verstärkt auf HTML5. Zudem strukturiert Adobe das Unternehmen um und entlässt 750 Mitarbeiter.

09.11.2011, 11:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Steve Jobs wollte es nie auf iPhone und iPad haben: Seit der Entscheidung von Apple hat Flash einen schweren Stand bei mobilen Geräten. Jetzt stellt der Software-Spezialist Adobe die weitere Entwicklung seines mobilen Flash-Players ein. Die Software-Firma Adobe entwickelt das Programm zum Abspielen von Grafik und Video mit dieser Multimedia-Technik nicht mehr für Smartphones und Tablet-Computer. "Stattdessen werden wir verstärkt in HTML5 investieren", sagte Adobe-Sprecher Alexander Hopstein am Mittwoch vor einer Analysten-Konferenz in New York.

Adobe setzt verstärkt auf HTML5

Die 1997 von Macromedia gestartete Flash-Technik ist ein zentraler Bestandteil der Firmenstrategie von Adobe Systems seit der Übernahme von Macromedia im Jahr 2005. Auf mobilen Geräten hatte Flash aber einen schweren Stand - insbesondere seit der Entscheidung von Apple, die Technik auf den eigenen mobilen Geräten iPhone und iPad nicht zu unterstützen. Der neue Web-Standard HTML5 bieten einen großen Teil der Multimedia-Fähigkeiten von Flash und kommt ohne eigene Abspielsoftware oder ein spezielles Browser-Plugin aus.

Flash ist außerdem die Basis der Air-Technik zur Entwicklung von Anwendungen auch auf mobilen Geräten. "Wir werden weiter dafür sorgen, dass Air-Anwendungen auf mobile Geräte kommen", sagte Adobe-Sprecher Hopstein der Nachrichtenagentur dpa. Daneben werde sich Adobe darauf konzentrieren, Flash als Plattform für Video und Computerspiele zur Nutzung auf dem PC auszubauen. "Wenn man sieht, welches Potenzial der Gaming-Markt hat, dann sollte man nicht davon ausgehen, dass diese Entscheidung das Ende von Flash bedeutet."

Adobe ist groß geworden mit Software für die kreative Gestaltung von digitalen Inhalten aller Art; dazu gehört etwa das Flaggschiff Photoshop für die Bildbearbeitung. Zuletzt hat das Unternehmen aber seinen Fokus auf Angebote für große Unternehmen verschoben.

Enterprise-Geschäft rückt in den Fokus - Umstrukturierung führt zu Stellenstreichungen

"Die Adobe-Strategie orientiert sich jetzt stärker am Enterprise-Geschäft", sagte der Geschäftsführer für Deutschland, Österreich und die Schweiz, Harald Esch, im Juli der dpa. "Das ist der Geschäftsbereich, der künftig am stärksten wachsen wird." Die im August eingeführte "Adobe Digital Enterprise Platform" (ADEP) umfasst mehrere Software-Lösungen für Business-Kunden wie ein Angebot für das "Customer Experience Management" (CEM). Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs erzielte Adobe einen Umsatz von 1,0 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von 195 Millionen Dollar.

Adobe kündigte zugleich eine Umstrukturierung des Unternehmens an, der Software-Konzern setzt verstärkt auf Cloud-Anwendungen, digitale Medien und Online-Marketing. 750 Vollzeitstellen in Nordamerika und Europa werden gestrichen, zudem werde es Umschichtungen des Personals geben, um verstärkt Produkte auf Basis von HTML5 zu entwickeln.

(Jörg Schamberg)

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