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Adobe schluckt Bildagentur Fotolia

Adobe kauft die Bildagentur Fotolia und macht daraus einen Teil seiner Cloud-Dienste. Der Anbieter von 34 Millionen Fotos und Videos wird aber auch weiterhin allein zu nutzen sein.

12.12.2014, 11:12 Uhr (Quelle: DPA)
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

Der "Photoshop"-Anbieter Adobe weitet sein Geschäft mit dem Kauf der Online-Fotoagentur Fotolia aus. Fotolia soll weiterhin als eigenständiges Angebot zu nutzen sein, aber auch Teil von Adobes Cloud-Diensten werden.

Von der Fotobearbeitung zum Cloud-Marktplatz

Fotolia ist einer der großen Anbieter von Bildern, auf die etwa Online-Medien und Blogger zurückgreifen. Neben lizenzfreien Fotos werden aber auch Videos in HD-Qualität angeboten.

Adobe will mit seinen Cloud-Diensten weg von der reinen Fotobearbeitung hin zu einem Marktplatz, an dem Bilder, Videos, Schriften und kreative Werke gehandelt werden. Die Zusammenführung verschiedener Dienste soll den Arbeitsablauf beschleunigen. Fotolia könnte in bestimmten Abo-Paketen dann kostenlos enthalten sein.

Adobes Wandel scheint erfolgreich

Adobes Online-Dienste gewannen 664.000 Kunden hinzu, insgesamt sind es nun gut 3,45 Millionen Cloud-Kunden. Der Wechsel vom Verkauf teurer Software-Pakete zu einem Abo-Modell mit fortlaufenden Zahlungen hatte zunächst einen Umsatzeinbruch ausgelöst. Danach richteten sich die Erlöse Schritt um Schritt wieder auf.

Der Software-Konzern lässt sich Fotolia mit aktuell über 34 Millionen Fotos und Videos rund 800 Millionen Dollar (646 Millionen Euro) kosten. Die Plattform gehörte zuletzt Finanzinvestoren.

(Peter Giesecke)

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