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ADAC-Test: Smartphone-Integration im Kleinwagen - Online-Dienste noch dürftig

Smartphones beherrschen den Alltag – und in Kürze auch das Auto. In der Oberklasse sowieso, aber auch in Kleinwagen zieht der Mobilfunk ein mit der ganzen App-Palette vom Navi bis zum Messenger. Der ADAC hat sich drei Smartphones im Kleinwagen angesehen - mit überraschend guten Ergebnissen, aber auch einigen Baustellen.

29.04.2014, 12:16 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Was der Oberklasse recht ist, soll den Kleinwagen billig sein. Das gilt neben anderen Funktionen auch für die Smartphone-Integration. Acht Stadtautos und ihr Zusammenspiel per USB oder Bluetooth mit dem iPhone 5s, dem Samsung Galaxy S4 und dem Nokia Lumia 1020 hat der Automobilclub ADAC unter die Lupe genommen. Fazit: Das Google-Betriebssystem Android und Apples iOS sind gut integriert, aber optimal ist aktuell noch keine der Kombinationen. Die Fahrzeuge im Test waren Audi A1, Ford Fiesta, Mini Cooper (2014), Opel Adam, Peugeot 208, Renault Clio, Toyota Yaris sowie der VW Polo (2014).

VW Polo und Mini Cooper schnitten gut ab

Der Mini Cooper und der VW Polo sind mit allen drei Smartphones kompatibel, allerdings unterstützt der Mini die Nutzung von Apps mit dem Nokia Lumia nicht. Dafür gibt es offenbar eine Vielzahl von Apps, die Facebook oder den Lieblingssender per Webradio ins Auto holen. Ohne Online-Nutzung kommuniziert auch der Polo offenbar gut mit allen Smartphones. So können die Nutzer über ein großes Display eigene Musik über Bluetooth, USB, WLAN oder per AUX-IN abspielen.

Weniger gut schnitt der Ford Fiesta ab: Der Automobilclub fand den Bildschirm zu klein und die Bedienung zu komplex. Außerdem funktioniere die SMS-Vorlesefunktion nur mit Android. Der Renault Clio wiederum bringt ein großes Touchscreen-Display mit, fängt sich aber Abzüge durch träge Reaktionszeiten ein. Der Toyota Yaris hingegen besticht durch ein großes Display und einfache Menüführung, nur wenn das Internet ins Spiel kommt, wird die Bedienung laut ADAC kompliziert.

Kostenpunkt: Ab 300 Euro

Generell gilt nach ADAC-Erkenntnissen: Telefonfunktionen wie Freisprechen oder Adresssuche funktionieren gut, bei der Online-Nutzung bleiben aber noch viele Wünsche offen. Offenbar fällt es den Herstellern schwer, auf den schnelllebigen Mobilfunkmarkt zu reagieren. Investieren müssen Autofahrer ab 300 Euro (Opel Adam) bis zum Audi mit 80 Watt-Audiosystem für über 2.000 Euro, so der Automobilclub. Nähere Informationen bietet der ADAC auf seiner Internet-Seite.

(Dorothee Monreal)

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