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Acer lässt Thunderbolt fallen und konzentriert sich auf USB 3.0

Zwei Schnittstellen buhlen um den Einsatz als schnelle Verbindung: Thunderbolt und USB 3.0. Acer kehrt Thunderbolt nun den Rücken und hebt die geringeren Kosten und weitere Verbreitung von USB hervor.

16.07.2013, 10:17 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Thunderbolt und USB 3.0: Beide Schnittstellen sorgen für eine schnellere Datenübertragung und werden künftig weiter beschleunigt. Doch ihr Vorkommen am Markt ist ungleich verteilt. Während der neue USB-Standard in nahezu allen Desktop-Computern und Notebooks ab einer bestimmten Preisklasse zu finden ist und auch entsprechendes Zubehör Verbreitung gefunden hat, sind Docking-Stationen und externe Speichermedien für den Thunderbolt-Anschluss noch rar beziehungsweise teurer. Acer kehrt der Schnittstelle nun den Rücken, wie "cnet" berichtet.

USB 3.0 ist günstiger

Thunderbolt ist insbesondere bei Apple-Hardware wie dem MacBook Pro, MacBook Air, dem iMac und dem Mac mini anzutreffen. Acer stieg ebenfalls mit ein: Auf der CES 2012 kündigte der Hersteller das Acer Aspire S5 an, ein besonders leichtes Ultrabook, bei dem sich der Port zusammen mit HDMI und USB 3.0 hinter einer Abdeckung namens MagicFlip verbirgt. Doch künftig will sich der PC-Hersteller auf USB fokussieren. Der Nutzwert und die Allgegenwärtigkeit der USB-Schnittstelle haben Acer zusammen mit den hohen Kosten für Thunderbolt dazu bewogen, umzuschwenken, so "cnet". Entsprechend betonte die Acer-Sprecherin Ruth Rosene gegenüber dem Magazin die geringen Gebühren des Konkurrenzstandards und die vergleichbare Bandbreite von USB 3.0. Zudem erwähnte sie das breite Zubehörangebot von externen Festplatten bis zu Laufwerken und die Fähigkeit, mobile Geräte wie Smartphones aufladen zu können.


Das Acer Aspire S5 kam mit Thunderbolt-Schnittstelle auf den Markt.

Intel: Thunderbolt zunächst für das Premium-Segment gedacht

Den Kostenfaktor bewertet Thunderbolt-Entwickler Intel anders: Die Schnittstelle ziele auf Premium-Systeme, nicht auf Mittelklasse- oder Einsteiger-Geräte ab. Zumindest nicht in den nächsten paar Jahren.

Während sich Acer nach rund 1,5 Jahren von der Nutzung der Schnittstelle verabschiedet, greifen andere Hersteller zu, wie Asus, Dell, Sony, HP und Gigabyte. Derzeit schaufelt der Port Daten mit bis zu 10 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) von A nach B und ist damit etwa doppelt so schnell wie USB 3.0. Die nächste Generation soll es auf 20 Gbit/s bringen, USB 3.0 wird von 4,8 auf auf 10 Gbit/s anziehen.

(Saskia Brintrup)

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