News

Abzocke: Falsche Rechnungen für Sat-Gebühren

Verbraucherzentralen warnen vor Rechnungen, die 78 Euro für den Satelliten-Empfang verlangen. Die Forderung entbehrt jeglicher Grundlage.

23.05.2006, 13:11 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen warnen vor den derzeit kursierenden Rechnungen des Unternehmens "euroSAT Service GmbH". Die Rechnungen fordern den Adressaten auf, eine Gebühr von 78 Euro für den Sat-Empfang zu entrichten.
78 Euro Schein-Gebühr
Die Verfasser der Schreiben begründen ihre Forderung mit einer angeblichen Verordnung eines Rundfunkrates. Demnach sollen private TV-Anstalten seit dem 1. Januar 2006 Sat-Gebühren erheben können. Das Unternehmen droht, den Receiver abzuschalten, falls der Betroffene die Gebühr nicht bezahlt. Über die Einführung einer Sat-Gebühr ist allerdings bisher noch keine Entscheidung gefallen. Somit fehlt den Rechnungen jegliche Grundlage. Das Amtgericht Charlottenburg, bei dem die euroSAT Service GmbH im Handelsregister eingetragen ist, verweist bei Anfragen an die Ermittlungsbehörden.
Rechnung auf keinen Fall bezahlen
Die Verbraucherzentralen wurden durch zahlreiche Anfragen von Verbrauchern auf die Abzockversuche aufmerksam. Sie raten den betroffenen Verbrauchern, die geforderte Scheingebühr auf keinen Fall zu bezahlen. Die Rechnungen sollten entweder in den Papierkorb wandern oder der örtlichen Polizeidienststelle übergeben werden.

(Saskia Brintrup)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang